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Werkzeuge und Formen - Spritzgießwerkzeuge

Zwangsentformen bei Spritzgießwerkzeugen

Auszug aus
Rainer Dangel

Spritzgießwerkzeuge für Einsteiger

06/2017, 346 Seiten, € 49,00
ISBN: 978-3-446-45043-1
Seiten 20/21 und 194/195

Wenn Kunststoffteile mit Rastnasen kostengünstig entformt werden müssen, bietet sich das Verfahren des Zwangsentformens für Spritzgießformen an. Dafür wird die Rastnase so konstruiert, dass diese während des Entformungsprozesses nicht beschädigt wird. Genutzt wird dafür ein elastisches Kunststoffmaterial.

Eine mögliche Alternative zum Entformen mit einem schrägauslaufenden Auswerfer könnte sein, die Rastnase geometrisch so zu verändern bzw. auszubilden, dass man sie zwangsentformen kann. Bei der Zwangsentformung werden Kunststoffteile aus einem zähen, elastischen Material beim Ausstoßen im elastischen Bereich verformt. Nach dem Ausstoßen federn sie in ihren Ursprungszustand abzüglich des Schwindungsanteiles zurück. Die Kunststoffteile bleiben dabei unversehrt. Diese Variante wird bei Werkzeugen gewählt, die entweder zum Herstellen von nur wenigen Musterteilen benötigt werden oder wenn die Kosten für das Werkzeug niedrig gehalten werden sollen. Es wird dann kein zusätzliches Element zum Entformen im Spritzgießwerkzeug gebraucht. Das Werkzeug benötigt keine zusätzlichen Kerne oder Schieber, es wird von seinem Abmaßen daher deutlich kleiner. Zu beachten dabei ist, dass die Kraft zum Ausstoßen bei der Zwangsentformung etwas größer wird.

Bild 2.16: Schräg angeordnete Rastnasen eigen sich zur Zwangsentformung eines Spritgießwerkezuges.

Der Unterschied der beiden Rastnasen besteht darin:

  • Rastnase 1 ist oben eben. Beim Entformen wird sie mit Sicherheit abgerissen, und das Kunststoffteil ist kaputt.
  • Rastnase 2 ist oben schräg ausgebildet. Beim Entformen des Kunststoffteils drückt sich die Wand der Dose so weit weg, dass das Teil zwar leicht deformiert wird, aber nach der Entformung wieder in den Ursprungszustand zurück federt.

Der Großteil aller Kunststoff-Drehverschraubungen, die weltweit milliardenfach gefertigt werden, wird mit Hilfe des Zwangsentformens hergestellt. Die Werkzeuge sind, um diese in der Massenproduktion kostengünstig fertigen zu können, alle als Mehrfach-Werkzeug konstruiert und mit Heißkanal gebaut. Die Fertigung ist mit dieser Art von Werkzeug extrem schnell. Die Produktion der Einweg-Artikel läuft ohne Unterbrechung. Spritzgießmaschinen und Werkzeuge werden nur zur Wartung abgestellt. Die Kunststoffdeckel werden mit einer Abstreiferplatte ausgestoßen. Dafür werden die Kunststoffprodukte als becherförmige Teile mit einem umlaufenden stabilen Rand produziert.

Das Gewinde am Deckel muss für diese Art der Entformung kunststoffgerecht konstruiert sein. Für den Drehverschlussdeckel heißt das, das Gewinde ist komplett abgerundet, damit es über den Formkern gleiten kann, und die elastische Dehnung des Deckels darf max. 10 Prozent betragen. Wird er weiter gedehnt, kann er reißen und würde das Behältnis nicht mehr sicher verschließen.

Als Material eignen sich PE (Polyethylen) und PP (Polypropylen). Die Deckel können später dem Recycling zugeführt werden.

Auszug aus
Rainer Dangel

Spritzgießwerkzeuge für Einsteiger

06/2017, 346 Seiten, € 49,00
ISBN: 978-3-446-45043-1
Seiten 20/21 und 194/195
Weiterführende Information
  • Normalien

    Online-Special rund um Normelemente im Werkzeug- und Formenbau

    Werkzeuge, die Millionen Hüben standhalten, und Formen, die Millionen Spritzgussteile produzieren, laufen nur rund, wenn Führungen, Platten, Schieber und das ganze ‚Drumherum‘ zuverlässig funktionieren. Die standardisierten Elemente bilden die Basis eines jeden Werkzeugs.   mehr

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