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Werkzeuge und Formen - Spritzgießwerkzeuge

Werkzeugaufbau von Spritzgießwerkzeugen

Auszug aus
Harry Pruner, Wolfgang Nesch

Spritzgießwerkzeuge kompakt

05/2012, 146 Seiten, € 49,90
ISBN: 978-3-446-42750-1
Seiten 1,4,9

In den Grundzügen ist der Werkzeugaufbau von Spritzgießwerkzeugen identisch. Jedes Spritzgießwerkzeug besteht aus zwei Werkzeughälften, einer Düsenseite und einer Auswerferseite. In den Werkzeughälften befinden sich die Kavitäteneinsätze, die Angusssysteme, die Kerne, die Auswerferelemente und die Kühlung.

Mit zwei Werkzeughälften wird geformt

Einfache Spritzgießwerkzeuge bestehen aus zwei Hälften, der Düsen- und der Auswerferseite, die beide wiederum aus mehreren Platten aufgebaut sind. Die Düsenseite ist die Werkzeughälfte, welche sich während der Produktion nicht bewegt. In die düsenseitige Formplatte der Zweiplattenwerkzeuge sind in den meisten Fällen die Halbschalen der Kavitäten, auch Formeinsätze oder Formnester genannt, eingearbeitet. Die Bauteile, die zum Angusssystem gehören, wie zum Beispiel die Angussbuchse, meist in Verbindung mit einem Kaltkanal- Verteilersystem, liegen ebenfalls auf der düsenseitigen Formplatte. Der Heißkanalverteiler mit Heißkanaldüsen zur Herstellung der Spritzteile ist eine weitere Baugruppe der düsenseitigen Formplatte. Das Werkzeug wird an der Maschinenaufspannplatte befestigt. Sie ist mit einem austauschbaren Zentrierring ausgestattet. Durch den Zentrierring taucht die Düsenspitze ins Werkzeug ein und presst sich gegen die Angussbuchse. Bei Werkzeugen mit höheren Werkzeugtemperaturen ist vor der Aufspannplatte noch eine Isolierplatte angebracht. Sie verhindert einen Wärmeaustausch zur maschinenseitigen Aufspannplatte.

Die Übersicht der zwei Werkzeughälften zeigt die einzelnen Elemente der Düsen- und Auswerferseite.

Auf der Auswerferseite wird der Spritzling entformt

In die Auswerferseite sind die formgebenden Kerne und Einsätze, auch Kavitäten genannt, und die Auswerferelemente eingebaut. Beim Öffnen des Werkzeugs verbleibt das Spritzteil in der Regel auf der Auswerferseite. Je nach Schwierigkeitsgrad der Entformung verwendet man unterschiedliche Auswerfereinrichtungen. Bei der ersten Betrachtung des Spritzteils wird festgelegt, welche Art der Entformung notwendig ist.

Düsenseite: Hier wird das Material in die zusammengefahrenen Werkzeughälften eingespritzt

Auswerferseite: Auf der Werkzeughälfte haftet der fertige Spritzling, der anschließend ausgeworfen wird. Die Art der Entformung hängt entscheidend von der Teilegeometrie ab.

Folgende Varianten stehen zur Verfügung:

  • Spritzgießteile ohne Hinterschneidung: diese kann man abstreifen, abziehen oder mit Auswerferstiften entformen.
  • Spritzgießteile mit Hinterschneidung werden mit Schiebern oder Backen entformt.
  • Spritzgießteile mit Innen- oder Außengewinde können entweder zwangsentformt, mit drehenden Kernen abgeschraubt oder mit Einfallkernen entformt werden. Beide Formhälften haben jeweils ein separat regelbares Temperiersystem, das eine optimale Temperaturführung sicherstellt. Die Werkzeugtemperatur ist vom zu verarbeitenden Kunststoff abhängig. Alle Spritzgießwerkzeuge lassen sich in drei Grundmodule und deren entsprechenden Untergruppierungen einteilen. Diese sind die Entformungsarten, die Angusstechnik und die Temperierung. Als viertes Kriterium kommt die Auswahl der Sonderbauart hinzu.
Aufklärungsphase

Aufklärungsphase

Konstruktionsphase

Konstruktionsphase

Auszug aus
Harry Pruner, Wolfgang Nesch

Spritzgießwerkzeuge kompakt

05/2012, 146 Seiten, € 49,90
ISBN: 978-3-446-42750-1
Seiten 1,4,9
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