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Werkzeuge und Formen - Spritzgießwerkzeuge

Mehrkomponentenfertigung mit Indexplatte und Drehkreuz

Auszug aus
Harry Pruner, Wolfgang Nesch

Spritzgießwerkzeuge kompakt

05/2012, 146 Seiten, € 49,90
ISBN: 978-3-446-42750-1
Seiten 86-87

Indexplattentechnik und Drehkreuzsystem gehören zur Mehrkomponententechnik bei Spritzgießwerkzeugen. Der zu fertigende Spritzling wird dabei auf unterschiedliche Arten in den Kavitäten bewegt, um die einzelnen Komponenten zu spritzen.

MK-Technik mit Indexplatte

Die Indexplatte ist in die schließseitige Werkzeugplatte integriert und drehbar gelagert. Sie hat die Aufgabe, den Spritzling in den Kavitäten zu bewegen. Nach dem Öffnen des Werkzeugs transportiert sie die Vorspritzlinge in die zweite Station des Werkzeugs zum Fertigspritzen der Teile. Bei Indexplattenwerkzeugen ist eine zusätzliche, drehbare dritte Platte zwischen den beiden Basiswerkzeughälften angeordnet. Diese ist um eine zentrale Achse drehbar. Mit einer Schub- und Drehspindel wird die Indexplatte über die Auswerferfunktion erst von der auswerferseitigen Werkzeughälfte gelöst und dann in die zweite Station gedreht.

Indexplattenwerkzeug: durch die drehbare Indexplatte erfolgt der Transport der Spritzlinge in die vorgesehene Station. (Quelle: Zahoransky Formenbau GmbH)

Indexplattenwerkzeug: durch die drehbare Indexplatte erfolgt der Transport der Spritzlinge in die vorgesehene Station. (Quelle: Zahoransky Formenbau GmbH)

Der Antrieb der Drehbewegung der Zahnstange erfolgt mit einem hydraulischen Motor oder einem Servomotor, der auf wenige hundertstel Millimeter genau positioniert ist. Nach dem Zurückfahren der Hubfunktion erfolgt wieder die Positionierung des Kerneinsatzes in der beweglichen Werkzeughälfte. Danach schließt das Werkzeug und der nächste Einspritzvorgang beginnt. In der zweiten Station lassen sich die Vorspritzlinge mit einer weiteren Komponente umspritzen. Die Rotation der Indexplatte kann 2 x 180° oder 3 x 120° betragen. Häufig wird die dritte Station zur Kühlung und Entnahme der Spritzteile verwendet. Der Einsatz von Heißkanalsystemen ist bei Indexwerkzeugen nur eingeschränkt möglich. Der entscheidende Vorteil bei dieser Technik ist eine kurze Zykluszeit.


MK-Spritzguss mit Drehkreuzsystem

Das Drehkreuzsystem ist der Indexplattentechnik ähnlich und wird in der Praxis sehr häufig angewendet. Die Indexplatte reduziert sich auf einen Balken oder ein Kreuz. Das Drehkreuz dreht nur die Spritzteile – ohne jegliche mechanischen Bauteile – in die nächste Station. Die Spritzteile werden beim Umsetzen von Einfallkernen, Stiften oder Dornen gehalten. Die Indexplatte ist auf ein Drehkreuz reduziert, das die Spritzteile weiter dreht. Die Anspritzung erfolgt direkt. Oft kommt ein Heißkanalsystem zum Einsatz. Ein Vorteil gegenüber der Indexplatte ist das geringe Gewicht des Drehsystems. Dies ermöglicht ein sehr schnelles Drehen bzw. Wenden, was die Zykluszeit spürbar reduziert. Die Formgebung der Spritzteile erfolgt sowohl auf der Spritz- als auch auf der Auswerferseite. Die Spritzteile werden beim Umsetzen nur auf Einfallkernen gehalten, die beim Ausstoßen eine Bohrung freigeben.

Der Transport der Vorspritzlinge geschieht über ein Drehkerneinsatz, die Rotation der Indexplatte kann auf 120° weiterdrehend oder 180° hin und her schwenkend eingestellt werden.

Prinzip des Drehkreuzsystems: das geringe Gewicht des Drehkreuzes ermöglicht eine schnelle Dreh- bzw. Wendebewegung der Spritzteile.

Auszug aus
Harry Pruner, Wolfgang Nesch

Spritzgießwerkzeuge kompakt

05/2012, 146 Seiten, € 49,90
ISBN: 978-3-446-42750-1
Seiten 86-87
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