nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
19.01.2016

Theis: Ein Kugelfräser von OSG schlichtet drei Kavitäten

Standzeiten verdreifacht, Bearbeitungszeiten verkürzt

Sicherlich eine Königsdisziplin im Formenbau ist das 3D-Finish-Konturschlichten – vor allem, wenn man wie die Firma Theis ein Formwerkzeug zu bearbeiten hat, bei dem sechs Kontur-Nester gefräst werden müssen. Seit Anfang 2015 nun hat die Firma mit dem dreischneidigen Kugelfräser PHX von OSG ein Werkzeug im Einsatz, mit dem es einerseits möglich ist, bis zu drei Kavitäten zu schlichten – anderseits hat sich damit die Bearbeitungszeit pro Kavität um 45 Minuten reduziert.

Hartfräsen bis 60 HRC: Der OSG-Kugelfräser PHX mit drei Schneiden. (Bilder: Theis/OSG)

Schwieriger Werkstoff, geringe Toleranzen

„An diesem Werkstück haben sich schon einige Fräswerkzeughersteller die Zähne ausgebissen, und alle haben nur eine Kavität pro Fräser in der geforderten Qualität herstellen können“, schildert Jörg Kornmann, Leiter Fertigung bei der Theis Feinwerktechnik GmbH. Wegen des schwierig zu bearbeitenden Werkstoffs musste früher nach jeder Kavität der Schlichtfräser gewechselt werden, um die erforderliche Präzision halten zu können. Konkret geht es um Bauteile für die Scheinwerfer eines Pkw. Dafür müssen bis zu sechs Nester in einem Formwerkzeug geschlichtet werden. Größte Herausforderungen sind der Werkstoff und die geringen Toleranzen. Beim Werkstoff handelt es sich um einen Cr-Mo-V legierten Hochleistungswarmarbeitsstahl HOTVAR mit HRC 56-2 und einer Zugfestigkeit bis 2.300 MPa. Die tolerierte Konturabweichung liegt zwischen 10 bis 15 µm.

Dank drei Schneiden 45 Minuten schneller

Für den Kugelfräser PHX versprach Hersteller OSG verbesserte Standzeit und gleichbleibende Präzision bei Arbeitstiefen bis 8 mm. Heute erreicht der Anwender eine Standzeitverdopplung bei gleichbleibender Präzision. Im Detail kamen die Kugelfräser PHX-PC-DBT mit den Durchmessern 1,0 und 1,5 mm zum Einsatz. Als Schnittwerte wurden Vc 60 m/min, Fz 0,03 mm und Vf mit 1.150 mm/ min angesetzt. Beim Durchmesser 1,0 mm wurde Fz auf 0,02 mm reduziert. So ließ sich die Bearbeitungszeit pro Kavität um 45 Minuten verringern.

Frank Sänger, Jörg Kornmann und Harald Theis (von links): „Die Schiene, bei Werkzeugen auf den günstigsten Anbieter zu setzen, haben wir längst verlassen.“

Jedoch bringt nicht allein die dritte Schneide solche Einsparungen mit sich, denn bei einem Kugelfräser mit einer Schneide mehr wird auch der Span-Raum geringer. Beim PHX hingegen ist die Span-Nut selbst bei den kleinen Durchmessern noch mit leichten Radien ausgehöhlt. Außerdem hat OSG darauf geachtet, dass sich der Span entsprechend formt und aus der Span-Form fällt.

Insgesamt ist der PHX-LN-DBT ein Schlichtwerkzeug für das Hartfräsen bis 60 HRC, mit dem sich laut OSG einerseits die Prozesssicherheit erhöht und das andererseits um 30 % mehr Vorschub ermöglicht – mit den gleichen Schnittgeschwindigkeiten bzw. demselben Zahnvorschub wie bei einem zweischneidigen Werkzeug.

Muss passen: Gesamtpaket aus Maschine, Spannung und Bearbeitung

Der Einsatz eines solchen dreischneidigen Kugelfräsers hat aber nicht immer und überall Sinn. So zumindest sieht es Elia Kuhn vom technischen Verkauf bei OSG: „Die Tests bei der Firma Theis waren auch für uns spannend. Wir waren uns zwar der Qualität der Schlichtwerkzeuge bewusst, aber eben nicht bei diesem Werkstoff. Das erfreuliche Ergebnis ist aber sicher auch darauf zurückzuführen, dass das Gesamtpaket Maschine, Werkzeugspannung und Bearbeitung stimmt. Einen nicht unerheblichen Anteil an dem Erfolg haben aber auch die Mitarbeiter Frank Sänger und Andreas Reichel, die für die Programmierung und Maschinenbedienung verantwortlich sind.“

Bei Theis Feinwerktechnik steht höchste Präzision im Vordergrund. Beim Einsatz für Pkw-Scheinwerfer war diese nur in Verbindung mit der Werkzeugstandzeit zu erreichen.

Für Fertigungsleiter Jörg Kornmann ist inzwischen allein die Qualität entscheidend: „Die Schiene, bei Werkzeugen auf den günstigsten Anbieter zu setzen, haben wir längst verlassen. Das Beispiel der Scheinwerferbauteile macht doch deutlich, dass man bei der Investition Prozesssicherheit und Effizienz berücksichtigen muss. Alles andere ist einfach zu kurzfristig gedacht.“

Die Firma Theis Feinwerktechnik wurde 1931 gegründet und beschäftigt in den drei Geschäftsbereichen Vermessungsgeräte, Sonderfertigung und Formenbau 100 Mitarbeiter.

Unternehmensinformation

OSG GmbH Präzisionswerkzeuge

Karl-Ehmann-Str. 25
DE 73037 Göppingen
Tel.: 07161 6064-0
Fax: 07161 6064-444

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Spritzgießformenbau

Zum Special

Favoriten der Leser
Special Prozesskette Zerspanung

Zum Special

Jobbörse für Fachkräfte

Täglich die neuesten Stellenangebote für Formenbauer und Werkzeugmacher aus ganz Deutschland


Zu den Stellenangeboten

Einstieg in den Werkzeug- und Formenbau 4.0

Zum Special

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

© masterzphotofo - Fotolia

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen