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25.08.2016

Prognose: Entwicklung der Messtechnik

Creaform sieht Messtechnik näher an der Fertigung

Wie weit wird die Messtechnik in fünf bis zehn Jahren sein? Näher an der Fertigung und einfacher in der Bedienung, meinen die Fachleute von Creaform.

Automatisierte Teileprüfung durch ein robotergeführtes optisches CMM (© Ametek)

Seit ihren Anfängen in der Zeit der Pharaos hat die Messtechnik einen weiten Weg zurückgelegt. Sie wurde insbesondere in den letzten 25 Jahren mit der Einführung von Lasern, 3D-Scannern und der optischen Technologie weiterentwickelt. Aus diesem Grund ist es nur logisch – so der Gedankengang bei Creaform, davon auszugehen, dass dieser Bereich sich auch zukünftig weiterentwickeln wird: Neue Genauigkeitsniveaus werden die Qualitätskontrolle und Prüfungen verbessern und neue Entwicklungen den Fertigungsprozess verändern.

Die Prüfung wird aus dem Messlabor in den Fertigungsbereich wandern. Durch diese Umstellung werden die Mobilität, die Einfachheit und die Flexibilität der Geräte optimiert. Darüber hinaus können Messungen ohne menschliches Zutun durchgeführt werden und in den Fertigungsprozessen findet dank dieser automatisierten Messungen eine Selbstkorrektur statt.

Messtechnik näher an Fertigung

Qualitätskontrolle direkt im Fertigungsbereich ist mit einem tragbaren CMM möglich. (© Ametek)

Nun, da sich die Messgeräte dem Fertigungsbereich immer mehr annähern, werden einfache und bequeme Bedienung eine immer größere Rolle spielen, damit diejenigen, die die Teile herstellen, auch die entsprechenden Prüfungen durchführen können. Prüfungen und Qualitätskontrolle werden nicht mehr als parallel ablaufende Vorgänge angesehen werden, sondern vielmehr als integraler Bestandteil des Fertigungsprozesses. Messungen werden zu mehreren Zeitpunkten im Fertigungsprozess durchgeführt, sodass das gefertigte Teil bereits vielfach gemessen wurde, bevor der Fertigungsprozess abgeschlossen wird.

Einfachheit und Flexibilität

Immer mehr Anwender werden vor die Aufgabe gestellt werden, die Qualitätskontrolle und Prüfungen direkt im Fertigungsbereich durchzuführen. Aus diesem Grund werden die zukünftigen Messgeräte intuitiv und einfach zu bedienen und zu verstehen sein. Für die Handhabung und Bedienung dieser Messgeräte werden immer weniger spezielle Kenntnisse erforderlich sein. Darüber hinaus wird es eine Übergangszeit geben, in der Prüfungen weiterhin von Qualitätskontrollteams vorgenommen werden – die nicht unbedingt mit der Automatisierung und Roboterprogrammierung vertraut sind – bis die Prüfungen dann schrittweise an Fertigungsteams übergehen – die sich wiederum gegebenenfalls nicht bis ins letzte Detail mit Messmethoden auskennen. Die Messtechnik wird in diesem Zeitraum auf flexible Lösungen zurückgreifen

3D-Scannen

3D-Scan-Messlösungen werden Abtastlösungen nach und nach ersetzen, und zwar aufgrund ihrer Erfassungsgeschwindigkeit, der Dichte der analysierten Informationen sowie der Kürze der Zeit, die benötigt wird, um ein komplettes Teil auszuwerten.

Software- und Hardwareintegration

In der Zukunft werden alle einzelnen Systemkomponenten besser zusammenspielen. Die Software und Hardware der Messgeräte werden von derselben Firma entwickelt, um ein nahtloses Zusammenwirken und Funktionieren zu gewährleisten und den Benutzern einen möglichst großen Funktionsumfang zu bieten. Daher wird die Software mit allen einzelnen Hardwarekomponenten kompatibel sein, wodurch beide mühelos integriert werden können. Dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten und den Benutzern werden wichtige Vorteile, insbesondere in Bezug auf Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit, zuteil.

Automatisierung

Das manuelle Eingreifen während der Prüfung wird durch ein automatisiertes Messsystem ersetzt. Da die Programmierung für Qualitätskontrollteams schnell zu einem Albtraum werden kann, werden sie eine flexible und intuitive Software bevorzugen, die in der Hardware integriert ist. Die Programmierung könnte letztlich so einfach sein wie eine manuelle Bewegung, sodass der Roboter seinen Pfad selbstständig aufzeichnen und programmieren kann.

Fazit

Die Entwicklung geht weiter. © Ametek

Letzten Endes werden intelligente Messungen – wie in Industrie 4.0 beschrieben – den Fertigungsprozess vollständig verändern. Ausgehend von automatisierten Messlösungen werden im Fertigungsprozess automatische Korrekturen vorgenommen. Dieses Konzept steht bereits auf der Wunschliste vieler Futuristen.

Stellen Sie sich vor, das Messsystem könnte nach der Prüfung einer Charge Mängel erkennen, deren genauen Standort in der Fertigung ermitteln und diese Informationen an die Fertigungssoftware übermitteln, sodass der Fehler während des Prozesses behoben werden könnte – und all dies ohne menschliches Zutun.

Die Überlegungen stammen von Jérôme-Alexandre Lavoie, B. Eng. Er ist als Produktmanager bei Ametek GmbH – Division Creaform tätig.

Unternehmensinformation

Ametek GmbH - Division Creaform Deutschland

Meisenweg 37
DE 70771 Leinfelden-Echterdingen
Tel.: 0711 185680-30
Fax: 0711 185680-99

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