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07.11.2018

HFM: vom Modell- und Formenbau zum Systemlieferanten

Wettbewerbsfähig mit Portalfräsmaschinen von Zimmermann

Mit vier Portalfräsmaschinen von F. Zimmermann kann der HFM Modell- und Formenbau sehr flexibel auf Kundenwünsche reagieren und sich so seine Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Vor 20 Jahren gründete Horst Fularczyk zusammen mit seinem Sohn Jürgen die HFM Modell- und Formenbau GmbH im schwäbischen Ostrach. Heute zählt HFM 85 Mitarbeiter – dazu kommt ein 30-Mann-starkes Team aus dem Tochterunternehmen Schnetz Formenbau GmbH in Ostrach, das Fularczyk im Jahr 2013 übernommen hat.

  • Jürgen (li.) und Horst Fularczyk im Arbeitsraum der FZ33 compact. „Wir haben unseren Maschinenpark in den vergangenen Jahren systematisch modernisiert und ausgebaut.“ © Zimmermann

    Jürgen (li.) und Horst Fularczyk im Arbeitsraum der FZ33 compact. „Wir haben unseren Maschinenpark in den vergangenen Jahren systematisch modernisiert und ausgebaut.“ © Zimmermann

  • Komplexe Spritzgussformen mit sehr guten Oberflächen lassen sich auf den Zimmermann-Anlagen gut bearbeiten. © Zimmermann

    Komplexe Spritzgussformen mit sehr guten Oberflächen lassen sich auf den Zimmermann-Anlagen gut bearbeiten. © Zimmermann

  • Der Bauraum bietet ausreichend Platz für die speziellen Anforderungen der Schwaben. © Zimmermann

    Der Bauraum bietet ausreichend Platz für die speziellen Anforderungen der Schwaben. © Zimmermann

  • Den Teil der Produktion, in dem die Zimmermann-Maschinen stehen, nennen die Mitarbeiter die „Zimmermann-Allee“. © Zimmermann

    Den Teil der Produktion, in dem die Zimmermann-Maschinen stehen, nennen die Mitarbeiter die „Zimmermann-Allee“. © Zimmermann

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HFM bietet Modell-, Formen- und Vorrichtungsbau, Lehren-, Prüfmittel- und Exporitmodellbau, mechanische und CNC-Fräs-Bearbeitung sowie 3D-Druck von Metall- und Kunststoffteilen. „Es ist wichtig, dass wir als Systemlieferant auftreten, um unseren Kunden möglichst viele Angebote aus einer Hand bieten zu können“, sagt Horst Fularczyk. Für die Auftraggeber aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, dem Maschinen- und dem Werkzeugbau übernimmt der Betrieb die Entwicklung, Planung, Konstruktion und Fertigung. Doch so verschieden die Aufträge auch sein mögen, die hochpräzise Bearbeitung der oft komplexen Bauteile aus verschiedenen Materialien mit sehr guten Oberflächen ist inzwischen Alltag in der Branche. Dazu kommt der Preisdruck, dem der Modell- und Formenbau zunehmend ausgesetzt ist. „Vor allem die Automobilbranche drückt mit Nachlässen von oft 20 bis 25 Prozent die Preise“, berichtet Jürgen Fularczyk.

Erfolgsfaktoren? Qualifizierte Mitarbeiter, sichere Prozesse, moderne Maschinen

„Um sich in diesem harten Markt zu behaupten und wettbewerbsfähig sein zu können, spielen qualifizierte Mitarbeiter die entscheidende Rolle.“ Deswegen legt HFM sehr viel Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung. „Wichtig ist aber auch, die eigenen Prozesse ständig zu hinterfragen“, beschreibt Jürgen Fularczyk die Situation. Dazu kommt: Um auf die Aufträge flexibel reagieren zu können, hält HFM seinen Maschinenpark konsequent auf dem neuesten Stand. Im Einsatz sind unterschiedlich große Portalfräsmaschinen von F. Zimmermann aus dem rund 100 Kilometer entfernten Neuhausen auf den Fildern.

Für die FZ33 gehört HFM zu den Kunden der ersten Stunde

Die erste 5-Achs-Portalfräsmaschine legte sich HFM 2009 zu. „Wir kauften uns eine gebrauchte FZ30 von Zimmermann. Von nun an konnten wir Werkstücke mit Längen von bis zu drei Metern bearbeiten.“ Für HFM war das der Start in die Bearbeitung größerer Bauteile. Als Zimmermann auf der Fachmesse EuroMold Ende 2011 die FZ33 das erste Mal einem Fachpublikum präsentierte, schlug HFM wieder zu. Mit dieser Maschine kann HFM sowohl Aluminium, Kunst- und Verbundwerkstoffe als auch Stahl und Guss bearbeiten. Sie verfügt über einen Arbeitsraum von 5.000 x 3.000 x 1.500 Millimeter. Dabei ist sie gleichzeitig stabil und leistungsstark, sie kann selbst zähe Materialien von fünf Seiten mit wenigen Hundertstel Millimetern fräsen.

Drei FZ33 compact bearbeiten kleinere und mittlere Bauteile

In den darauf folgenden Jahren kamen nacheinander drei platzsparende Portalfräsmaschinen der Baureihe FZ33 compact dazu. Einmal mit einem Bauraum von 2.500 x 4.000 x 1.500 Millimeter und zweimal mit 2.500 x 3.000 x 1.250 Millimeter – wobei eine davon bei Schnetz Formenbau in Ostrach steht. Mit diesen Anlagen lassen sich vor allem kleinere und mittlere Bauteile aus Aluminium und Verbundwerkstoffen schnell von fünf Seiten komplett bearbeiten. Ebenso kann HFM zum Beispiel Werkstücke aus Stahl und Guss mit hoher Dynamik im Simultanbetrieb schlichten. „Wir bearbeiten Kunststoff-Blockmaterial, vor allem aber Aluminium, Stahl dagegen seltener. Wenn, dann schruppen und schlichten wir nur kleine Bauteile mit Längen bis 800 Millimeter“, erläutert Jürgen Fularczyk.

Alle Maschinen sind auf die besonderen Erfordernisse angepasst

„Auf der FZ33 hatten wir schon Designmodelle von Premiumfahrzeugen aufgespannt“, merkt Berthold Sautter an. Er ist Leiter der Abteilung CAM/Cubing. „Bei den großen Modellen hat zwar der Platz gereicht, wir sind dabei allerdings an unsere Grenzen gestoßen.“ Aber es ging: Die Mitarbeiter mussten bei den Fahrzeugen während der Bearbeitung auf der Maschine nur einmal deren Position ändern. Weil bei der Kunststoff- und Aluminiumbearbeitung erhebliche Mengen Staub entstehen können, sind die Anlagen komplett eingekapselt. Die FZ33 compact haben zudem eine Absaugung für Staub und Kühlwasser. Damit lassen sich auf den Maschinen die Bauteile auch nass fräsen. Sie enthalten zudem 50-teilige Werkzeugwechsler. Durch ihr kompaktes Design und ihre ausgeklügelte Bauform bietet die FZ33 compact flexible Aufstellmöglichkeiten. Ein besonderer Fokus wurde in der Entwicklung dieser Maschine auf die Servicefreundlichkeit gelegt: Sie ist für Mitarbeiter sehr gut zugänglich. Alle Zimmermann-Anlagen sind zudem mit der gleichen Steuerung ausgestattet und lassen sich daher gleich bedienen. Das sorgt für eine hohe Flexibilität – sowohl auftrags- als auch personalseitig. HFM arbeitet mit den Fräsanlagen im Zwei-Schicht-Betrieb.

In vier Jahren den Umsatz verdoppelt

In den vergangenen vier Jahren konnte HFM seinen Umsatz nahezu verdoppeln – und knapp 50 Neukunden dazu gewinnen – nicht zuletzt dank des erweiterten Maschinenparks. „Die heutige Wettbewerbssituation stellt ein Wechselspiel aus den Faktoren Kosten und Zeit dar“, erläutert Jürgen Fularczyk. „Agieren wir hochflexibel am Markt, können wir sowohl kostengünstig als auch schnell an unsere Kunden liefern. Genau das macht uns seit 20 Jahren so erfolgreich.“

Unternehmensinformation

F. Zimmermann GmbH

Bernhäuserstr. 35
DE 73765 Neuhausen
Tel.: 07158 948955-214
Fax: 07158 948955-315

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