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04.12.2017

Werkzeugbau des Jahres 2017: Interview mit dem Hanns Engl Werkzeugbau

Automation beim Bau von Druckgusswerkzeugen

Mit der Form+Werkzeug im Gespräch: Johannes Engl, der als einer der Geschäftsführer der Hanns Engl Werkzeugbau O.H.G. das Familienunternehmen in der neunten Generation leitet.

Johannes Engl (Mitte) gehört mit seinem Unternehmen zum wiederholten Male zu den EIP-Finalisten. © Hanser/Schröder

Johannes Engl (Mitte) gehört mit seinem Unternehmen zum wiederholten Male zu den EIP-Finalisten. © Hanser/Schröder

Herzlichen Glückwünsch: Sie gehören zu den Finalisten des Wettbewerbs Werkzeugbau des Jahres! Wo haben Sie die Urkunde aufgehängt?

Ich habe zuerst mit allen Mitarbeitern ein Foto gemacht und die Urkunde dann im Eingangsbereich neben jene von 2015 gehängt. Ich möchte damit darstellen, dass unser Unternehmen sich schon länger erfolgreich bemüht, zu den besten in der Branche zu gehören.

Sie legen Wert auf Mitarbeiterzufriedenheit und Gemeinwohlökonomie. Können Sie uns konkrete Praxisbeispiele dafür nennen?

Wir sehen die Mitarbeiter vor allem als Menschen und zunehmend als Mitunternehmer. Je mehr sie von einer anstehenden Entscheidung betroffen sind, desto mehr werden sie im Vorfeld eingebunden. Sie sind am Erfolg durch ein Prämiensystem beteiligt. Darüber hinaus beachten wir die Auswirkungen unseres Tuns auf alle anderen Berührungsgruppen. Die Kriterien der Gemeinwohlökonomie helfen uns sehr, den Blick dafür zu schärfen. Die Grundbotschaft ist dabei: Jene Werte, welche unser Zusammenleben als Menschen gelingen lassen, müssen auch für die Wirtschaft gelten. Alles was ich bei der Arbeit tue, muss ich meiner 8-jährigen Tochter erklären können, ohne dabei rot zu werden.

Wann haben Sie Ihre Automationszelle in Betrieb genommen und welche Maschinen sind dort verkettet?

Engl-Druckgusswerkzeug © Engl

Die Entscheidung, das Projekt anzugehen, haben wir im Jahr 2008 getroffen. Zum Glück – denn dann kam die Krise. Der Absatz brach ein und wir hatten somit genügend Zeit, mit unserer Eigenleistung zum Gelingen des Projekts beizutragen. Wir haben damals je eine Fräs-, Senkerodier- und Messmaschine mit dem Knickarmroboter zu einer Linie verkettet. Sukzessive wurden dann im Laufe der Jahre alle Maschinen durch neuere Modelle ersetzt und es kamen noch eine zusätzliche Fräsmaschine von Röders, eine Waschstation und verschiedene Magazine hinzu.

Sie fokussieren sich auf Druckgusswerkzeuge für die Automobilindustrie. Wo liegt in diesem Bereich die besondere Herausforderung im Werkzeugbau?

Druckguss wird noch von vielen als eher „gröberer“ Prozess angesehen. Heute werden aber an die Druckgusswerkzeuge sehr hohe Präzisionsanforderungen gestellt, da die Alu-Teile fertig gegossen werden müssen um Kosten in der Nacharbeit zu sparen. Die Präzision des Werkzeugs muss wiederholbar sein; das heißt, dass auch die Ersatzteile, die wir fertigen, exakt dieselben IST-Maße haben müssen. Bei uns wird jedes Teil in der Linie vermessen. Unser Anspruch ist, dass wir im Bereich von +-0,01mm genau sind. Ich gebe zu, dass wir diese Präzision trotz Klimatisierung, ausgefeiltem Werkzeugmanagement und Kompensation des Elektrodenverschleißes nicht immer an allen Messpunkten erreichen.

Ein Familienunternehmen, das in neunter Generation geführt wird – eine Seltenheit im Jahre 2017. Wie schaffen Sie es als ein Betrieb mit 20 Mitarbeitern, sich unabhängig am Markt zu behaupten?

Der Engl-Maschinenpark © Engl

Es braucht Beharrlichkeit in der stetigen Optimierung der Prozesse. Dabei geht es um viele kleine Verbesserungs-Bausteine und selten um wirklich große Schritte. Die Mitarbeiter müssen diese Veränderungen als Chance und nicht als Bedrohung empfinden. Nicht zuletzt brauchen wir die Kunden, welche uns die Möglichkeit geben, mit ihren steigenden Ansprüchen mit zu wachsen.

Hanns Engl Werkzeugbau

Der Familienbetrieb wurde 1733 in Bozen gegründet. Seit 1956 arbeitet Engl im Bereich Werkzeug- und Formenbau und fertigt mit knapp 20 Mitarbeitern und drei Auszubildenden vor allem Druckgusswerkzeug sowie Prüf- und Messlehren für die Automobilindustrie. Neben den optimalen technischen Voraussetzungen legt das Unternehmen besonderen Wert auf die Mitarbeiterzufriedenheit und richtet sich nach den Kriterien der Gemeinwohlökonomie aus.


Mediathek

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Unternehmensinformation

Hanns Engl Werkzeugbau O.H.G.

E.-Ferrari-Str. 13
IT 39100 BOZEN
Tel.: +39 0471 202994

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