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24.08.2020

Hochschule Schmalkalden bewältigt die Corona-Krise

Aktuelle Erfolge der vom VDWF getragenen Studiengänge

Hochschulbetrieb in der Corona-Zeit: Erfolgreiche Präsenzphasen, gelungene Online-Veranstaltungen und flexible Selbststudienzeiten – an den vom Verband (VDWF) getragenen Studiengängen der Hochschule Schmalkalden gibt es ermutigende Neuigkeiten und begeisterte berufsbegleitende Studierende.

© VDWF

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Mit Hygienekonzept und Elan zurück an die Hochschule

Endlich wieder da: Seit Mitte Juli sind Themen wie Konstruktion, Gestaltung und Berechnung von Kunststoffteilen wieder Gegenstand der Lerneinheiten für die 12 Studierenden des Masterkurses «Angewandte Kunststofftechnik» an der Hochschule Schmalkalden. Der Studiengang, der alle Bereiche der Kunststoffindustrie – von der Kunststofferzeugung über die Kunststoffverarbeitung bis hin zum Maschinenbau – optimal abdeckt, umfasst insgesamt fünf Semester und ist mit Selbststudien- und Präsenzphasen so konzipiert, dass sich Berufstätigkeit und Studium optimal vereinbaren lassen.

Dass sich diese Studiengruppe kürzlich zu ihrer zweiten Präsenzphase traf, war angesichts der Corona-Entwicklungen ein Grund zur Freude. Gemeinsam mit den Professoren Thomas Seul und Stefan Roth trafen sich die Studierenden nach dem virtuellen Start ins Semester zum ersten Mal gemeinsam vor Ort an der Hochschule – auch dank des detailliert erarbeiteten Hygienekonzepts, das Abstandsregeln, Desinfektionsmittelspender vor den Hörsälen und Arbeitsräumen oder auch einen Plan beinhaltet, wo und wie Masken auf dem Hochschulgelände zu tragen sind. Auch VDWF-Präsident Thomas Seul fieberte dem Campusleben seit Langem entgegen: «Zum Glück konnte ich meine erste Vorlesung bei dem neuen Semester in echt halten. Es war ein tolles Gefühl, meinen Schützlingen wieder vis-à-vis Wissen vermitteln zu dürfen. Zumal es sich bei dieser Gruppe um einen ‹besonderen Jahrgang› handelt – wie ein besonders toller Wein: erfrischend, fruchtig und dann hoffentlich in zweieinhalb Jahren mit besonders aromatischem Abgang!»

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Überbrückung der Corona-Zeit mit Online-Präsenzphasen

Corona-Zeit ist Online-Veranstaltungszeit – aus diesem Grund fand auch im Rahmen des Studiengangs «Elektrotechnik und Management (M.Eng.)» das Seminar «Innovationsmanagement» bei Prof. Dr. Hubert Dechant im digitalen Format statt. Ab 27. August werden die Präsenzveranstaltungen wieder vor Ort auf dem Campus stattfinden.

Einer der studierenden Teilnehmer der Online-Veranstaltungen ist Stefan Büchelmaier. Der gelernte Kfz-Mechaniker und studierte Maschinenbauer ist seit sieben Jahren Versuchsingenieur bei der ZF Friedrichshafen und dort in verschiedenartigste Projekte involviert – von der Entwicklung von Doppelkupplungs- und Hybridgetrieben bis zur E-Antriebsachsen. Nach einiger Recherche entschied er sich für die berufsbegleitende Weiterbildung an der Hochschule Schmalkalden: «Das Studienkonzept des Masterstudiengangs hat mich bisher sehr überzeugt. Nicht nur wegen der technischen, auch hinsichtlich der Management-Fächer konnte ich mein erlerntes Wissen schnell auch in meinen Arbeitsalltag einfließen lassen. Die Dozenten sind für alle Fragen offen und nehmen in ihren Vorlesungen immer Bezug auf Themengebiete des Arbeitsalltags, sodass eine praxisnahe Ausbildung stattfindet.» Ein weiterer Vorteil: kleine Gruppen (maximal 24 Personen pro Jahrgang), die effektives Arbeiten im Seminar zulassen, und Kommilitonen, die ebenfalls berufstätig sind. «Seit Studienbeginn konnte ich viele neue Kontakte aus den unterschiedlichsten Branchen knüpfen. Und da wir uns alle gut kennen, funktionieren auch die Online-Veranstaltungen bestens», erklärt der 37-jährige Ingenieur.

Das gemeinsam mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach entwickelte Weiterbildungsstudium «Elektrotechnik und Management» vermittelt neben aktuellem Vertiefungswissen im Bereich Elektrotechnik sowie Spezialisierungswissen in den Bereichen Automatisierungstechnik, Elektronik oder Energietechnik auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte. Die durchgängige Fokussierung auf die Anforderungen der Praxis ist dabei ein zentrales Anliegen des Lehrplans.

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Michaela und Roman Klipp – paarweise zum Studienerfolg

In der Berufspraxis sind zunehmend Informatiker gefragt, die neben tiefgehenden fachlichen Details auch über entsprechendes Management-Know-how verfügen und sowohl die technischen als auch die wirtschaftlichen Angelegenheiten eines Unternehmens verstehen. Deshalb hat die Hochschule Schmalkalden zusammen mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach ein Informatik-Fernstudium entwickelt, das aktuelles systemisches Wissen über neue Entwicklungen im IT-Bereich vermittelt. Neben informationstechnischem Vertiefungswissen erhalten die Studierenden die notwendige Kompetenz, aktuelle Trends und Entwicklungen in diesem Fachgebiet technisch, rechtlich und wirtschaftlich zu bewerten.

Für Michaela und Roman Klipp stand hier Ende Juli die Prüfung «Visualisierung und Interaktion» an. Das Ehepaar arbeitet bei einem großen IT-Dienstleister und hatte sich vor zwei Jahren für dieses Studium entschieden. «Nach meiner Ausbildung zum Anlagenmechaniker bekam ich schnell mit, wie wichtig die IT schon für einfachste Arbeitsprozesse ist. Als wir von dem weiterbildenden Masterstudium der Hochschule Schmalkalden erfahren haben, haben uns dessen Aufbau und Inhalte gleich angesprochen», erklärt Roman Klipp seine Beweggründe für die Wahl des Studienorts. Auch seine Frau Michaela ist bislang begeistert: «Auf jeden Fall würde ich das Studium weiterempfehlen», resümiert die Informatikkauffrau und studierte Wirtschaftsinformatikerin – denn Beruf, Familie und Studium ließen sich so optimal miteinander vereinbaren.

Für das Paar und ihre Mitstudierenden stehen nun die letzten der insgesamt 14 Studienmodule an – das fünfte Semester ist für das Schreiben der Masterarbeit vorgesehen. Durch die Kombination von wenigen Präsenzphasen und flexibel definierbaren Selbststudienzeiten ist das Modell speziell für Berufstätige bestens geeignet. Die Prüfungen sind in den Studienablauf integriert und werden Modul für Modul abgenommen – planbar und daher ideal auch fürs Familienleben.

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Erstsemester-Präsenzauftakt dank umfassendem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept

Einen Auftakt in Schmalkalden mit gebührendem «Corona-Abstand» erlebten die Erstsemester des Studienkurses «Maschinenbau und Management», der Anfang April startete. Bisher hatte diese Studiengruppe zwei Module bereits online absolviert – das dritte Modul, nämlich «Innovative Verbindungstechniken und Fertigungsverfahren», führten sie Ende Juli mit Prof. Dr. Harald Vogel und Markus Hornaff erstmals auf dem Hochschulcampus durch.

Seit Mitte Mai können an der Hochschule Schmalkalden wieder von der Hochschulleitung genehmigte Lehrveranstaltungen im sogenannten reduzierten Präsenzbetrieb stattfinden. Hierfür wurde vom Krisenstab der Hochschule unter Beteiligung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsärztin und des Personalrats ein umfassendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept erarbeitet. Dies beinhaltet bei Lehrveranstaltungen beispielsweise das Ausweichen auf Räume, wo der nötige Mindestabstand eingehalten werden kann, und die Ausstattung der Hörsäle bzw. der Seminarräume mit Desinfektionsstationen.

«Große Freude herrscht sowohl beim Hochschulteam als auch bei den externen Lehrbeauftragten, dass die ersten Präsenzphasen nun wieder in Schmalkalden stattfinden können», sagt Dr. Sandra Wolf, Geschäftsführerin des Zentrums für Weiterbildung der Hochschule. «Unsere Online-Veranstaltungen zur Überbrückung der Corona-Zeit sind kompakt, gut geplant und wurden von den Studierenden bestens angenommen. Bei all den positiven Ergebnissen für die Fort- und Weiterbildung, wie die Digitalisierung und Virtualisierung der Lehre, ist der menschliche Aspekt der Wissensvermittlung bei uns aber fundamental wichtig.» Nicht umsonst setze man auf kleine Studiengruppen, die das Lernen vom Mitlernenden begünstigen. «Und dazu gehören eben auch das zufällige Pausengespräch oder der gemeinsame Stadtspaziergang am Samstagabend durch Schmalkalden», so Wolf.

Somit wird man die «Maschinenbau und Management»-Studierenden nun immer wieder öfter auf dem Campus antreffen. Die Hochschule Schmalkalden bietet den Masterstudiengang gemeinsam mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach als berufsbegleitenden Kurs an. Der Lehrplan zeichnet sich durch eine durchgängige Fokussierung auf die Anforderungen der Praxis aus und behandelt neben dem aktuellen technischen Stand auch betriebswirtschaftliche sowie rechtswissenschaftliche Grundlagen. Darüber hinaus werden Kompetenzen zur erfolgreichen Bewältigung von Führungsaufgaben trainiert.

Online-Infoveranstaltungen für die weiterbildenden Masterstudiengänge

Termine:

  • Mittwoch, 26. August, 19 – 20 Uhr
  • Mittwoch, 9. September, 19 – 20 Uhr

Zur Anmeldung zu den weiterbildenden Masterstudiengängen

Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V. (VDWF)

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VDWF Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V.

Gerberwiesen 3
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