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22.06.2020

VDWF Pressekonferenz 2020: Studiengänge, Arbeitskreise und kostenfreie Webinare

Netzwerken trotz schwieriger Zeiten

Ein Verband kann auch in Krisenzeiten viel verbinden. Das stellt derzeit der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer VDWF eindrucksvoll unter Beweis. Während einer virtuellen Pressekonferenz informierten Geschäftsführer Ralf Dürrwächter und Präsident Prof. Dr. Thomas Seul über die aktuellen Aktivitäten.

Ausgestattet für den Blick durch die rosa Brille

Ja, auch dies ist ein Verbandsprojekt: Diese besondere Edition einer Schutzbrille in telemangenta transparent wurde von VDWF-Mitgliedern gefertigt. Beteiligt waren der Brinkmann Werkzeugbau (Werkzeug), Stolz & Seng steht für das Farbblank, gespritzt wurde die Brille von Burwinkel Kunststoffe. In Summe ergaben sich für die 37 Teilnehmer der Pressekonferenz rosige Aussichten!

Studiengänge der Hochschule Schmalkalden

„Auch ich bin ein Spätzünder“: Prof. Dr. Thomas Seul, heute Professor an der Hochschule Schmalkalden und Präsident des VDWF, während seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher. © VDWF

Die Hochschule Schmalkalden hat sich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem VDWF intensiv mit der Auslegung einer zeitgemäßen Fort- und Weiterbildung auseinandergesetzt. In Kooperation werden mittlerweile sechs berufsbegleitende Studiengänge angeboten, deren Lehrplan die Kombination von Beruf, Familie und Studium ermöglicht:

  • Anwendungstechniker/-in (FH) für Additive Verfahren/Rapid-Technologien
  • Projektmanager/-in (FH) für Werkzeug- und Formenbau
  • Angewandte Kunststofftechnik (M. Eng.)
  • Maschinenbau und Management (M. Eng.)
  • Informatik und IT-Management (M. Sc.)
  • Elektrotechnik und Management (M. Eng.)

Prof. Dr. Thomas Seul: „Die auf den Werkzeug- und Formenbau sowie auf 3D-Technologien zugeschnittenen Studiengänge sind deutschlandweit die einzigen ihrer Art und treffen den Nerv der Zeit.“ Die Anzahl der Studierenden liegt zwischen acht und max. 30 Teilnehmern. Die kleinen Gruppengrößen ermöglichen gute Interaktionen, einen persönlichen Draht und effizientes Arbeiten in den Laboren.

Prof. Stefan Roth leitet an der Hochschule Schmalkalden den Studiengang in Sachen 3D-Druck. © Hanser

Prof. Stefan Roth: „Im Studiengang Additive Fertigung haben wir max. 16 Studenten aus unterschiedlichsten Bereichen. Vom Modellbauer über den Grafikdesigner, Werkzeugmacher bis zu promovierten Teilnehmern. Die größte Herausforderung ist, den Unterricht so zu gestalten, dass er alle fordert – trotz unterschiedlichem Wissensstand.“

Was die Teilnehmer sagen: „Weiterentwicklung, Win-win-Situation, aktives Netzwerk“

Gunnar Krone absolvierte den Studiengang Elektrotechnik: „Ich konnte mich gut weiterentwickeln und bin heute Teamleiter. Das Studienkonzept war gut, weil man sich immer nur auf eine Klausur vorbereiten musste – das ließ sich sehr gut mit dem Job vereinbaren. Die Vorlesungen waren alles andere als eine Powerpoint-Schlacht.“

Carsten Landwei wurde Projektmanager für den Werkzeug- und Formenbau: „Ich habe mir das Studium selber finanziert. Für mich waren vor allem die nicht-technischen Themen wie Marketing und Projektmanagement interessant. Ich konnte Bestehendes auf ein neues Level heben. Auch das Netzwerken war extrem wichtig. Der Austausch mit Praktikern erfolgt auf einem völlig anderen Niveau als damals in der Berufsschule mit anderen Azubis. Die Absolventen unseres Studiengangs stehen heute noch in permanenten Austausch.“

Sebastian Bohl wurde ebenfalls zum Projektmanager Werkzeug- und Formenbau: „Mein Chef hat die Kosten für das Studium übernommen. So konnte er mich fördern und gleichzeitig mehr Wissen ins Unternehmen holen. Für beide Seiten eine Win-win-Situation.“

Jana Pfannenstiel schloss 2008 den Studiengang Kunststofftechnik erfolgreich ab: „Lebenslanges Lernen ist notwendig in unserem Beruf. Das kompakte Studium mit 3-4 Präsenztagen am Wochenende klappte sehr gut, auch neben Kindern und Familie. Mittlerweile bin ich Geschäftsführerin unseres Familienunternehmens. Viel vom Gelernten nützt mir noch heute sehr viel. Aus meinem Studiengang gibt es noch fünf Kontakte, mit denen ich mich regelmäßig austausche.“

Neue Arbeitskreise „Additive Fertigung“ und „Gießer-Treff“

Zusammen mehr erreichen: In den Arbeitskreisen des VDWF treffen sich Mitglieder, um sich für ein spezielles Thema stark zu machen. Dabei kann es um F&E-Projekte gehen, Standardisierungsthemen – oder einfach einen gemeinsamen Austausch auf Augenhöhe, oft inkl. dem gegenseitigen Besuch von Betrieben. Etablierte Arbeitskreise im Verband sind u.a. der Arbeitskreis "Werkzeugbau 4.0" und der "Stanzertreff Hart auf Hart" .

Logo des neugegründeten Gießer-Treffs. © VDWF

Mitte Juni wurde der Grundstein für die „Gießer-Treff“ gelegt. Dr. Jens Buchert, Geschäftsführer des Karl Walter Formenbau, leitet den neugegründeten Arbeitskreis. Zur virtuellen Auftaktveranstaltung wurde in Echtzeit von den rund 30 Teilnehmern abgefragt, welche Themen in Zukunft auf der Agenda stehen. Genannt wurde u.a. Konturnahe Kühlung, Fehler Konstruktion – Reklamation – Verantwortlichkeit, aber auch die Branchenentwicklung im In- und Ausland.

Ende April lud der Verband zum Kick-off des Arbeitskreises Additive Fertigung unter Leitung von Prof. Stefan Roth, der an der Hochschule Schmalkalden den Studiengang zum „Anwendungstechniker (FH) für Additive Verfahren und Rapid-Technologien“ leitet.

Statement der Form+Werkzeug-Redaktion:

Bis Anfang des Jahres dachte ich, der VDWF lebt von seinen Live-Events. Nichtsahnend, was man virtuell so alles auf die Beine stellen kann. Die Studiengänge laufen weiter, Arbeitskreise werden gegründet, ein 11-Uhr-Loch jagt das nächste. Für mich ist der Verband ein Energie-Booster. Die Mitglieder scheinen allesamt infiziert. Oder kann mir jemand erklären, warum hier alle kostenfrei Webinare halten, in Spätschichten aufkochen, rosarote Brillen fertigen und eine Energie freisetzen in Zeiten, wo alle zu kämpfen haben? Ich hab schon längst aufgegeben, über alles zu berichten, was gerade los ist beim VDWF. Und kann nur sagen: Toll!

zusätzliche Links

Zur Homepage des VDWF

Berufsbegleitende Studiengänge der Hochschule Schmalkalden

Weiterführende Information
Unternehmensinformation

Hochschule Schmalkalden FB Maschinenbau

Blechhammer
DE 98574 Schmalkalden
Tel.: 3683 688
Fax: 383 688

VDWF Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V.

Gerberwiesen 3
DE 88477 Schwendi

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