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19.02.2019

VDW-Jahrespressekonferenz 2019: Deutsche Werkzeugmaschinenproduktion bleibt auf Rekordniveau

Mit strategischen Weichenstellungen neue Felder erschließen

Für 2019 erwartet die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ein Produktionsplus von 2%. USA und China bleiben die Topmärkte für den Export.

 Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW © VDW

Dr. Heinz-Jürgen Prokop © VDW

„Für 2019 erwartet die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ausgehend von Rekordniveau einen weiteren Produktionszuwachs von 2% auf 17,4 Mrd. Euro“, erklärt Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW, anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbands. Die Produktion kann 2019 noch vom guten Vorjahresverlauf profitieren. Das bestehende Auftragsvolumen wird erst phasenversetzt im laufenden Jahr realisiert, so Prokop weiter.

Alle Charts zur Pressekonferenz finden Sie hier .

Positiv- und Negativfaktoren im Inland halten sich die Waage

© Fotolia.com/Christian Schwier

© Fotolia.com/Christian Schwier

Zudem erwartet der VDW für die Investitionen der wichtigsten Abnehmerbranchen in Deutschland einen Anstieg von 4% und ein Plus von 3% beim Werkzeugmaschi-nenverbrauch. „Beide Indikatoren sind relevant für die Branchenentwicklung und legen ordentlich zu“, betont Prokop. Hinzu komme eine hohe Kapazitätsauslastung auch bei den Kunden und der Trend zu mehr Vernetzung und Automatisierung, der weitere Investitionen erfordert.

Den Positivfaktoren steht das Abflauen der Bestellungen gegenüber. Sie drehen nach einem Zuwachs von moderaten 1% im vergangenen Jahr 2019 mit 2%-Punkten Abschlag leicht ins Minus. Dabei verliert nach starkem Wachstum vor allem das Inland mit minus 3%.

Auslandgeschäft bleibt insgesamt stabil

© JupiterImages

© JupiterImages

Die Auslandsbestellungen hingegen sollen 2019 ihr Niveau halten. Klarer Wachstumstreiber bleibt Amerika. Die US-Nachfrage lief nach einer VDW-eigenen Umfrage über die ersten drei Quartale 2018 bereits zweistellig nach oben, befeuert durch Ausgabenprogramme, Steuersenkungen und verbesserte Abschreibungsmög-lichkeiten in den USA. Auch Kanada und Mexiko lagen im Plus. Für das laufende Jahr ist ein weiterer US-getriebener Zuwachs um 4% avisiert.

Asien bleibt ebenfalls positiv. Die Bestellungen aus China, Südkorea und Taiwan waren zwar rückläufig. Aktivposten sind jedoch Japan und die Asean-Region. Europa hingegen dreht 2019 nach kraftvoller Nachfrageausweitung über die vergangenen drei Jahre nunmehr mit 2% leicht ins Minus. Dabei verlagern sich die Antriebskräfte von Süd- nach Osteuropa, wo die Automobilindustrie wieder stärker investiert. Das fördert auch das Projektgeschäft.

China und die USA bleiben die Topmärkte

Der Export macht rund 70% des Werkzeugmaschinengeschäfts aus. Er ist 2018 um 3% gestiegen. China bleibt mit großem Abstand der wichtigste Markt für die deutschen Hersteller. Mit einem Zuwachs von 5% in den ersten elf Monaten 2018 nimmt das Land 22% der deutschen Ausfuhren ab, gefolgt von den USA mit rund 13% Anteil. Auf Rang drei folgt mit großem Abstand Italien, Polen findet sich überraschend auf Rang 4. Unter den Top 15 sind außerdem die Schweiz und Spanien mit zweistelligem Wachstum hervorzuheben. Weniger gut lief es in Frankreich, Österreich und Indien.

Exporte nach Großbritannien brechen ein

Erwartungsgemäß gingen auch die Exporte nach Großbritannien um satte 15% zurück. Das Vereinigte Königreich nimmt damit nur noch 2,5% der deutschen Lieferungen ab. „Wir gehen jedoch davon aus, dass Großbritannien auch künftig deutsche Werkzeugmaschinen kaufen muss, wenn die Industrie wettbewerbsfähig bleiben will. Deutschland ist der größte Lieferant, und es sind nur noch wenige britische Hersteller am Markt“, ist Prokop überzeugt.

4% mehr Beschäftigte in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie

Die gute Wirtschaftslage der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie spiegelt sich auch in der Beschäftigung wider. Ende 2018 arbeiteten 75.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Branche. Das waren reichlich 4% mehr als binnen Jahresfrist.

Mit strategischen Weichenstellungen neue Felder erobern

 © Fotolia.com/Ralf Gosch

© Fotolia.com/Ralf Gosch

„Nach dem stürmischen Wachstum der vergangenen Jahre bietet die konjunkturelle Beruhigung den Unternehmen nunmehr Chancen, strategische Weichen für die kommenden Monate zu stellen. Herausforderungen gibt es genug“, sagt Prokop.


Beispiel Vernetzung in der Produktion:

Mit der Entwicklung der standardisierten Schnittstelle umati (universal machine tool interface) hat die Werkzeugmaschinenin-dustrie die Initiative ergriffen, um die Vernetzung in der Produktion voranzutreiben. umati erlaubt den Datenaustausch von Maschinen aller Fabrikate mit übergeordne-ten IT-Systemen, um sie analysieren und auswerten zu können. Zur EMO Hannover 2019 im September ist eine umfangreiche Demoinstallation mit internationaler Beteiligung geplant.

Beispiel Mobilität:

Große Herausforderungen gibt es auch beim größten Abnehmer Automobilindustrie. Eine Untersuchung zur voraussichtlichen Verbreitung der Elektromobilität, die der Verband 2018 vorgelegt hat, ergab, dass der Anteil rein elektrogetriebener Personenkraftfahrzeuge in verschiedenen Weltregionen bis 2030 im Schnitt etwa bei einem Fünftel und der Anteil hybridbetriebener Fahrzeuge bei fast 60% der Neuzulassungen liegt.

Im Umkehrschluss heißt das, es wird noch lange Verbrennungsmotoren in unterschiedlichen Kombinationen geben. Um dennoch die von der EU vorgegebene Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2030 zu erreichen, fordert die Werkzeugma-schinenindustrie von allen Beteiligten, technologieneutral alle innovativen Ansätze zur Einsparung von CO2 weiterzuentwickeln. Dazu gehören neben der Optimierung des Verbrennungsmotors insbesondere Hybridantriebe, synthetische Kraftstoffe und Power-to-X-Technologien. Für vieles ist die notwendige Fertigungstechnik bereits vorhanden. Verbesserungen können demnach schnell wirksam werden, so Prokop.

Beispiel künstliche Intelligenz:

Neue Chancen für die Produktionstechnik tun sich auch im Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) auf. In der Werkzeugmaschinenindustrie wird KI zwar noch nicht flächendeckend eingesetzt. Jedoch gibt es erste Einzelan-wendungen. Beispielsweise wird am selbstlernenden Laser gearbeitet oder an der Anwendung neuer statistischer Methoden aus der Astrologie in der Montage eines Automobilherstellers. Daraus ergeben sich laut Unternehmensangaben auch breite Anwendungsmöglichkeiten in der Metallbearbeitung. Wissenschaftler forschen unter anderem im Bereich Maschinenoptimierung in der Zerspanung. „Sinnvoll wäre der Einsatz von KI unter anderem auch in der Produktionsplanung und -steuerung sowie in der Robotik“, ergänzt Heinz-Jürgen Prokop.

zusätzliche Links

VDW

Weiterführende Information
Unternehmensinformation

VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

Corneliusstraße 4
DE 60325 Frankfurt
Tel.: 069 756081-0
Fax: 069 75608111741-1574

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