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14.05.2018

Standardisieren im Stanzwerkzeugbau

Interview mit Gerhard Krammel, Mitglied der Geschäftsleitung Produkt & Marketing bei Meusburger

© Meusburger

„Ein Zusammenspiel aus standardisierten Arbeitswegen auf digitaler Ebene bis hin zu standardisierten Artikeln sind unerlässlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Gerhard Krammel, Mitglied der Geschäftsleitung Produkt & Marketing bei Meusburger

© Meusburger

Herr Krammel, wie haben sich die Artikelanforderungen im Lauf der Zeit verändert?

Typische Normalien waren vor Jahrzehnten noch Schneidelemente, Führungen und Federn. Durch den Kostendruck im Werkzeugbau wurde in den letzten Jahren der Ruf laut, weitere Werkzeugteile zu standardisieren und als Normalien anzubieten um einen höheren Standardisierungsgrad zu erreichen. Grundlegend sind dabei natürlich immer die kurze Lieferzeit und Austauschbarkeit der Normalien.

Was sind die heutigen Produktanforderungen an den Fertigungsprozess?

Produkte werden immer komplexer, mehr Baugruppenfertigung für die Integration im Verbund und daher immer noch engere Bauteiltoleranzen, machen einen noch genaueren und sicheren Fertigungsprozess notwendig. Fertigungsanlagen auf Stand der Technik und gut geschultes Fachpersonal sind dabei die Grundlage.

Wie ermöglicht Meusburger die Zusammenarbeit von Formenbau und Stanzwerkzeugbau?

Immer mehr Produktmodelle und Variationen, als Verbundbaugruppen aus Kunststoff und Stahl, sogenannte Hybridteile, in immer kleineren Losgrößen, sind die Trends in unserer Branche. Wir bieten unseren Kunden Normalien mit System, die beide Bereiche abdecken. Durch die Standardisierung bei den Aufbauassistenten, Katalogen und auch dem eigentlichen Produkt, nämlich den Normalien, erspart sich der Konstrukteur viel Zeit beim Suchen und Arbeiten, wodurch sowohl Projekt-Durchlaufzeit als auch Kosten reduziert werden.

Wie viele Artikel umfasst ihr Stanzsortiment heute?

Meusburger führt derzeit 45.000 Artikel für den Stanzwerkzeugbau. © Meusburger

Wir sind beim Markteintritt im Herbst 2010 mit 19.000 Artikeln gestartet. Das Produktportfolio für den Stanzwerkzeugbau umfasst momentan 45.000 Artikel. Wir sind dabei ständig bemüht, weitere Werkzeugteile zu identifizieren, die als Normalien in unser Produktsortiment aufgenommen werden können.

Wie findet der Konstrukteur ‚die Nadel im Heuhaufen‘?

Wir haben verschiedene Tools, die dem Konstrukteur helfen, die für ihn passende Normalie zu finden.
Online und offline haben wir dazu eine Vielzahl an Katalogassistenten wie z.B. den Aufbauassistenten für Stanzgestelle, den Gasdruckfedern-Assistenten, einen Schneidstempel-Konfigurator und jetzt neu den Modultechnikassistenten entwickelt. Die Vor-Ort-Betreuung beim Kunden durch unsere bestens geschulten Außendienstmitarbeiter unterstützen die Konstrukteure zusätzlich. Ebenso bieten wir unseren Kunden einen umfassenden Produktsupport an. Über unsere digitalen Plattformen Newsletter per Mail, Technik-Tipps auf der Website usw. kann sich der Konstrukteur zusätzlich auf dem Laufenden halten.

Warum spielt der Konstrukteur eine zentrale Rolle in Bezug auf die Nutzung von standardisierten Werkzeugen?

Standardisierung senkt die Kosten © Meusburger

Der Konstrukteur entscheidet wie ein Werkzeug aufgebaut ist und auch, welche Komponenten im Werkzeug eingebaut werden. Er sollte stets im Hinterkopf haben, welche Normalien am Markt zur Verfügung stehen, um Werkzeugkosten zu senken. Er ist somit der Schlüssel und entscheidet den Grad der Standardisierung und schlussendlich auch der Kosten vom Werkzeug!


Wieviel Einfluss haben Normalien auf die Produktkosten?

Sehr viel! Durch den Einsatz von Normalien werden sowohl bei der Herstellung des Werkzeugs als auch in der Produktion Kosten gespart. Das schlägt sich natürlich auf die Produktkosten nieder.
Schon bei der Konstruktion ergeben sich große Zeitersparnisse durch unsere Aufbau-Assistenten und die frei verfügbaren CAD-Daten. Weiters werden durch ständig verfügbare Normalien die Durchlaufzeiten im Werkzeugbau stark reduziert. Durch die Verwendung von Normalien ergibt sich eine Kostendegression je nach produzierter Stückzahl. Auch bei Werkzeugbrüchen werden die Neben- und Stillstandszeiten durch die Verfügbarkeit von lagernden Normalien extrem verringert.

Wie funktioniert der Modulaufbau-Assistent?

Er ermöglicht dem Konstrukteur, in kurzer Zeit eine Vielzahl an Modulen/Modulplatten zu konfigurieren.

  1. Der Konstrukteur wählt im ersten Schritt die Breite der Module aus. Diese Breite bezieht sich immer auf die Aktivplatten.
  2. Durch einen Klick auf den Zauberstab kann der Anwender sich seinen Modulaufbau, also die Anzahl seiner Platten im Modul, konfigurieren.
  3. Anschließend können der Hub, der Überstand der Aufspannplatten und die Stärken der konfigurierten Modulplatten ausgewählt werden.
  4. Zuletzt werden noch die Länge der Module und der Abstand zwischen den einzelnen Modulen eingegeben.

Zusätzlich wird dann noch ein SH-Zweisäulengestell zur Verwendung als Muttergestell vorgeschlagen. Je nach Größe der Module schlägt der Assistent das passende Muttergestell vor.

Möchten Sie noch kurz auf die neue Einschubhilfe eingehen?

Einschubhilfe mit integrierter T-Nut © Meusburger

Die Einschubhilfe bietet dem Kunden in der Modultechnik zwei wesentliche Vorteile:

  1. Bei Verwendung einer Zwischenplatte unten, die auf dem Muttergestell bleibt, kann das Modul über die Einschubhilfe entnommen werden. Sie dient somit als "Gleitplatte" und sorgt für mehr Ergonomie bei der Entnahme und Montage der Module. Gleichzeitig schützt sie auch das Muttergestell, das meist aus Alu ist.
  2. Die Distanzstücke (Auffahrstücke), die meistens vor den Modulen positioniert sind, müssen schnell demontierbar sein. Diese werden somit meistens mittels eines T-Nutensteins am Muttergestell befestigt. Damit sich der Kunde die Bearbeitung an der Platte spart, ist die T-Nut in der Einschubhilfe integriert.

Für die standardisierten Artikel ist Meusburger zuständig, für die standardisierten Arbeitswege ist der Anwender selber verantwortlich, oder?

Das ist richtig, grundsätzlich ist der Kunde für dieses Thema selber verantwortlich. Wir können zu dem Thema nur unterstützend wirken und die Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Mit unserem Web-Shop und den erwähnten Möglichkeiten bis hin zur digitalen Bestellung ist die Prozesskette zur Beschaffung von Normalien mit immenser Zeitersparnis verbunden. Zudem hat Wissensmanagement bei uns immer eine zentrale Rolle gespielt. Bereits unser Gründer, Georg Meusburger, hat konsequent implizites Mitarbeiterwissen in explizites Wissen umgewandelt, das in Form von Dokumenten für jeden Mitarbeiter verfügbar war. Mit unserem neuen Geschäftsfeld WBI - Wissen besser integrieren - haben die Kunden die Möglichkeit von unseren Erfahrungen zu profitieren, und wir bieten ihnen ein am Markt einzigartiges und praxisorientiertes Komplettpaket aus Methodenberatung, Wissensmanagement-Software und Dokumentenvorlagen an.

Weiterführende Information
  • 26.03.2018

    Meusburger Werkzeug- und Formenbautage 2018

    350 Besucher im Festspielhaus Bregenz

    Vorträge, Ausstellung, Diskussionen: Was für die Teilnehmer auf dem Programm stand.   mehr

  • Erschienen am 28.02.2018

    Spannsystem für den Stanzwerkzeugbau

    Kurze Rüstzeiten mit dem H 3000 von Meusburger

    Das Nullpunktspannsystem H 3000 für den Stanzwerkzeugbau verkürzt die Rüstzeiten und verbessert die Qualität der Stanzteile. Es ging aus dem H 1000 für den Formenbau hervor.   mehr

    Meusburger Georg GmbH & Co. KG

  • Gewusst wie
    FORM + Werkzeug 04/2015, SEITE 18 - 19

    Gewusst wie

    Einführung von Wissensmanagement

    Die Mitarbeiter – und deren Fachwissen – sind der größte Schatz eines jeden Betriebs. Die WBI-Methode hilft, verborgenes Know-how sichtbar...   mehr

Unternehmensinformation

Meusburger Georg GmbH & Co. KG

Kesselstr. 42
AT 6960 WOLFURT
Tel.: +43 5574 6706-0
Fax: +43 5574 6706-11

August 2018

Zerspanung: "Geld wird nur verdient, solange Späne fliegen."

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