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22.02.2018

OSG übernimmt Wexo Präzisionswerkzeuge

Wie die beiden Werkzeuganbieter ihre gemeinsame Zukunft sehen

Im Dezember 2017 ist die Wexo Präzisionswerkzeuge GmbH aus Bad Homburg vollständig in die OSG-Gruppe übergegangen. Yasushi Suzuki, Geschäftsführer OSG Deutschland und Stefan Dillmann, Marketingleiter OSG und Geschäftsführer Wexo erläutern, welche strategischen Pläne sie bei der Neuausrichtung der beiden Werkzeuganbieter verfolgen.

Stefan Dillmann (li) und Yasushi Suzuki © OSG

Herr Dillmann, dieser Zusammenschluss zwischen OSG und Wexo kam für viele überraschend, obwohl ja schon eine jahrzehntelange Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen besteht. Was waren die Hintergründe?

Stefan Dillmann: „Wie Sie schon erwähnt haben, existiert bereits seit 1971 eine Art Joint Venture zwischen Wexo und OSG. 2014 wurden dann auf Grund der Nachfolgeregelung des Firmengründers Herrn Hoessrich von OSG Anteile der Wexo Präzisionswerkzeuge übernommen. Daher war die aktuelle Eingliederung in die OSG-Gruppe absehbar. Wir wollen damit Kompetenzen bündeln und gewisse Geschäftsbereiche zentralisieren.“

Welche Auswirkungen hat diese Eingliederung künftig für die Kunden von Wexo?

Stefan Dillmann: „Zunächst sprechen wir hier ausschließlich von deutschen Anwendern, die dadurch keinen Nachteil haben, sondern im Gegenteil: Sie können aus einem weitaus größeren Produktportfolio wählen. Konkret heißt das, die Bestellungen werden künftig über OSG abgewickelt, wobei die bekannten Ansprechpartner am Standort Bad Homburg bestehen bleiben.“

Sorry, aber für mich ist das jetzt etwas verwirrend und nicht ganz nachvollziehbar. Wie darf man das im Detail verstehen?

Yasushi Suzuki: „Unsere Werkzeuge werden nach wie vor in Göppingen oder in Japan gefertigt. Das Produktmanagement findet allerdings auch bei Wexo statt. Das heißt, unser Head of Sales hat den ersten Kundenkontakt und definiert die Verkaufsstrategie. Die Auswahl der Produktkategorie dagegen ist Aufgabe des Head of Marketing, also die von Herr Dillmann, der nach Bedarf des Marktes und Preises entscheidet.“

Wie wollen Sie diese Strategie in der Praxis umsetzen?

2013 weihte OSG in Göppingen seine neuen Gebäude nach japanischer Zeremonie ein. Seither hat das Unternehmen seine Präsenz in Deutschland stetig ausgebaut. © OSG

2013 weihte OSG in Göppingen seine neuen Gebäude nach japanischer Zeremonie ein. Seither hat das Unternehmen seine Präsenz in Deutschland stetig ausgebaut. © OSG

Stefan Dillmann: „OSG hat das Ziel, innerhalb der Universal-Gewindewerkzeuge zu wachsen. Ein Beispiel sind hier die Gewindebohrer der A- und S-Serie. Hinsichtlich der Performance und dem Preis sehen wir dazwischen allerdings eine Lücke, wenn es beispielsweise um die Bearbeitung von rostfreien Stahlwerkstoffen bzw. hochlegierten CrNi-Stählen geht. Diese Nische können wir mit der XTOP-Serie von Wexo schließen.“

Herr Suzuki, was hatte denn OSG für ein Interesse, Wexo in die Gruppe zu holen?

Yasushi Suzuki: „Wir, die OSG Deutschland sind bereits bei den globalen Big Playern, vor allem in der Großserienfertigung vertreten. Performance, Qualität, Zuverlässigkeit sind bei diesen Kunden oberstes Gebot. Aber die Anforderungen und Branchen sind in Deutschland so unterschiedlich wie in kaum einem anderen Land. Dieser Individualität kann OSG Deutschland nicht, oder nur sehr schwer gerecht werden. Ein weiterer Punkt ist aber sicher auch die Sprache und die Kultur. Damit meine ich beispielsweise die Unterschiede zwischen DIN und ISO Norm zur JIS (Japanese Industrial Standards). Wexo hat hier wesentlich mehr Erfahrung, vor allem auch bei lokalen Anwendungen, die wir künftig nutzen wollen.“

"Die Kunden profitieren von dem Zusammenschluss", sind die beiden Geschäftsführer sicher. © OSG

"Die Kunden profitieren von dem Zusammenschluss", sind die beiden Geschäftsführer sicher. © OSG

Stefan Dillmann: Hinsichtlich der erwähnten Zielgruppen will ich ergänzen, dass sich der Kundenkreis von OSG zu Wexo zu zirka 80 Prozent unterscheidet. Natürlich gibt es auch Komplementärprodukte, die man in Deutschland so aber nicht mehr benötigt, sicher aber im internationalen Markt und im Private-Label-Bereich. So haben zum Beispiel die großen Automobilhersteller, obwohl Wexo bei Kurbelwellen-Gewindebohrern schon als Nummer eins gesetzt war, nicht zu unserem Kundenkreis gezählt. Nicht dass man die nicht beliefern könnte, aber Wexo konnte den erforderlichen, weltweiten Servicelevel nicht erbringen. Die Konzentration hier in Bad Homburg war deshalb mehr auf mittelständische und kleine Unternehmen, weil wir wollten, dass auch die wachsen. Deshalb wollen wir in Zukunft diese Kunden weiter betreuen aber mit Hilfe der OSG-Produkte, denn wir bekommen damit ja ein enormes Sortiment. Da ist unser aktueller Katalog nur ein Bruchteil davon.“

Sie sprechen gerade das Sortiment an. OSG ist demnach der größte Gewindewerkzeughersteller weltweit. Andererseits habe ich vorhin gehört, dass mit Wexo Nischen geschlossen werden sollen. Wie soll man das verstehen?

Yasushi Suzuki: „OSG entwickelt jedes Jahr ein Vielzahl an neuen Werkzeugen. Wie effizient die aber im Einzelfall sind, lässt sich vorher nicht sagen. So kommt es beispielsweise zu großen Unterschieden beim Einsatz von Kühlmedien. Während solch ein Gewindewerkzeug mit MMS oder Öl gut funktionieren mag, könnte es beim Einsatz von Emulsion weniger effizient sein. Das heißt, es kann durchaus zum Nachteil werden, wenn man sich ausschließlich auf Standards oder Großserien konzentriert.“

Lassen Sie uns abschließend noch ein wenig über die Logistik, Lagerhaltung und Lieferbereitschaft sowie die Mitarbeiter sprechen. Wie werden Sie das künftig organisieren?

Yasushi Suzuki: „Da sprechen Sie ein interessantes Thema an. OSG Deutschland hat 2017 einen Umsatzzuwachs von 20 Prozent. Wir müssen deshalb mehr in die Produktion in Göppingen investieren, weil wir „Made in Germany“ weiter steigern wollen. Das geht natürlich zu Lasten des Lagers. Wexo in Bad Homburg inklusive dem Know-how bietet uns hier eine ideale Möglichkeit, dieses Lager und damit auch die Lieferbereitschaft in Deutschland zentral aufzustellen.“

Stefan Dillmann: „Die Marke Wexo wird außerdem nach wie vor für den internationalen Markt und das Private Label-Geschäft benötigt. Da sehe ich, obwohl wir hier in Bad Homburg derzeit pro Monat 60.000 Werkzeuge ausliefern, noch genügend Luft nach oben. Aber zum zweiten Teil Ihrer Frage: Alle Mitarbeiter von Wexo wurden von OSG übernommen, das war zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt. Im Gegenteil, unser gemeinsamer Außendienst ist in Deutschland inzwischen auf 31 Mitarbeiter gewachsen, denn damit wollen wir künftig auch unseren Service verbessern und Marktanteile weiter ausbauen.“

Das Interview führte Manfred Lerch, freier Journalist.

© Wexo

© Wexo

Einen ausführlichen Artikel über die Bohr- und Gewindewerkzeuge von Wexo lesen Sie bei unseren Kollegen der Werkstatt+Betrieb.

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Unternehmensinformation

OSG GmbH Präzisionswerkzeuge

Karl-Ehmann-Str. 25
DE 73037 Göppingen
Tel.: 07161 6064-0
Fax: 07161 6064-444

WEXO Präzisionswerkzeuge Hoessrich GmbH & Co. KG

Siemensstr. 13
DE 61352 Bad Homburg
Tel.: 06172 106206
Fax: 06172 106213

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