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13.07.2020

Neuer Thinktank für Spritzgießer und Werkzeugbauer

Hotset eröffnet Systemcenter für Industrielle Temperiertechnik in Lüdenscheid

Nach mehrmonatiger Vorbereitung das Systemcenter für Industrielle Temperiertechnik (SIT) seine Arbeit auf. Die Neugründung ist eine Einrichtung des Thermodynamik-Spezialisten Hotset und bietet Fachleuten aus Kunststofftechnik und Werkzeugbau die Möglichkeit, sich aus erster Hand in vollem Umfang über die Leistungsfähigkeit des Z-Systems zu informieren.

Das Z-System ist ein High-Speed-Verfahren für die partiell-zyklische Kavitäten-Temperierung und gehört zu den wichtigen Innovationen auf dem Gebiet der variothermen Werkzeugtemperierung. Im neuen Systemcenter wird es in einer Engel Spritzgießmaschine präsentiert.

  • Im neuen Systemcenter für Industrielle Temperiertechnik (SIT) können sich Spritzgießer, Werkzeugbauer und Produktentwickler aus erster Hand über die Leistungsfähigkeit des Z-Systems informieren. (© Hotset)

    Im neuen Systemcenter für Industrielle Temperiertechnik (SIT) können sich Spritzgießer, Werkzeugbauer und Produktentwickler aus erster Hand über die Leistungsfähigkeit des Z-Systems informieren. (© Hotset)

  • René Schlöter, Technischer Leiter des SIT: „In unserem neuen Technikum ist das Z-System sowohl als stand-alone- und Nachrüstlösung in Aktion zu sehen als auch in der vollintegrierten Variante in einer 80-Tonnen-Spritzgießmaschine von Engel.“ (© Hotset)

    René Schlöter, Technischer Leiter des SIT: „In unserem neuen Technikum ist das Z-System sowohl als stand-alone- und Nachrüstlösung in Aktion zu sehen als auch in der vollintegrierten Variante in einer 80-Tonnen-Spritzgießmaschine von Engel.“ (© Hotset)

  • Im SIT in Lüdenscheid ist ein kompletter Spritzgieß-Prozess mit Engel-Spritzgießmaschine, Z-System sowie Werkzeug-Vorrichtungen, Kühlwasser-Aufbereitung und Materialtrocknungsanlage von Wenz installiert. (© Hotset)

    Im SIT in Lüdenscheid ist ein kompletter Spritzgieß-Prozess mit Engel-Spritzgießmaschine, Z-System sowie Werkzeug-Vorrichtungen, Kühlwasser-Aufbereitung und Materialtrocknungsanlage von Wenz installiert. (© Hotset)

  • Als erster Spritzgießmaschinen-Hersteller hat Engel das Z-System in einer seiner 80-Tonnen-SGM steuerungstechnisch integriert. Eine solche Maschine bildet das technologische Herzstück des neuen SIT von Hotset. (© Hotset)

    Als erster Spritzgießmaschinen-Hersteller hat Engel das Z-System in einer seiner 80-Tonnen-SGM steuerungstechnisch integriert. Eine solche Maschine bildet das technologische Herzstück des neuen SIT von Hotset. (© Hotset)

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Das hochflexible, dynamische High-Speed-Verfahren wurde vor knapp vier Jahren vorgestellt und gilt als wegweisende Weiterentwicklung des Prinzips der variothermen Werkzeugtemperierung. Es ist heute bereits bei zahlreichen Kunststoffverarbeitern der Consumerindustrie und des Automobilbaus im Einsatz. „In unserem neuen Technikum in Lüdenscheid ist das Z-System nun sowohl als stand-alone- oder Nachrüstlösung in Aktion zu sehen als auch in der vollintegrierten Variante in einer 80-Tonnen-Spritzgießmaschine von Engel“, berichtet René Schlöter, der Technische Leiter des Systemcenters für Industrielle Temperiertechnik (SIT).

Komplettes Prozess-Equipment

Der Einsatz des Z-Systems in einem Spritzguss-Werkzeug führt zu erheblichen Verbesserungen der Oberflächenqualität von Kunststoff-Formteilen und ermöglicht zudem die Realisierung filigraner Mikrostrukturen mit sehr geringen Wanddicken. Im Hotset-Temperiercenter können sich Werkzeugbauer und Spritzgießer nun ein Bild machen von der Performance und der hohen Energieeffizienz des dynamischen Temperierverfahrens. Dafür bildet die technische Ausstattung des SIT den kompletten Spritzgieß-Prozess so ab, wie er meist auch vor Ort in den Produktionslinien der Unternehmen zu finden ist. Neben der Engel-Spritzgießmaschine und der gesamten Regeltechnik für das Z-System befinden sich hier auch die erforderlichen Werkzeug-Vorrichtungen, eine Aufbereitungsanlage für das Kühlwasser aus Maschine und Werkzeug sowie eine moderne Materialtrocknungsanlage der Wenz Kunststoff GmbH.

Variante 1: Integration ins Werkzeug

Das Z-System wird dem Anwender von Hotset als fallspezifisch abgestimmte, einsatzfertige Komplettlösung inklusive der passenden Regeltechnik zur Verfügung gestellt. Es besteht aus mehreren Hard- und Software-Komponenten und wird in das Werkzeug integriert – ähnlich wie ein konventionelles Heißkanalsystem. Synchronisiert mit dem Spritzgießprozess lassen sich die Kavitäten damit punktuell oder ausschnittsweise erwärmen und abkühlen. Da dies mit einer Heizrate von bis zu 60 Kelvin pro Sekunde geschieht, sprechen Fachleute von einem High-Speed-Temperiersystem. Mit anderen Worten: Es lassen sich mit dem Z-System in sehr kurzen Zyklen sehr schnelle Temperaturwechsel im Werkzeug realisieren.

Variante 2: Integration in die Maschinen-Steuerung

Neben dem festen Einbau im Werkzeug und der kompletten Bereitstellung inklusive Schaltschrank und Touchscreen besteht auch die Möglichkeit der Vollintegration des Z-Systems in die Steuerung der Engel-Spritzgießmaschine, wobei dann auf zusätzliche Peripherie verzichtet werden kann. In diesem Fall leistet Hotset die Konstruktion ins Werkzeug sowie den Einbau und die Inbetriebnahme des Temperiersystems. In gemeinsamen Kundenprojekten übernimmt der Maschinenbauer die Hardwareerweiterung zur Regelung und Visualisierung. René Schlöter berichtet: „Die Ingenieure von Engel haben eine Lösung für die Regeltechnik und die Software-Implementierung erarbeitet, sodass eine Vollintegration des Z-Systems auf der Basis herkömmlicher Industrie-Schnittstellen möglich ist.“

Im SIT lassen sich verschiedene Situationen aus der Kunststoffverarbeitung praxisnah durchspielen. Dabei kann – beispielsweise für Kundenabmusterungen oder Materialversuche mit dem Z-System – sowohl auf die vollintegrierte Maschinenlösung als auch auf die bisher weit verbreitete Stand-alone- oder Nachrüstlösung von hotset zugegriffen werden.

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Weiterführende Information
  • Erschienen in FORM + Werkzeug 03/2020

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