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17.03.2008

Neue Lünendonk-Studie

Performance von Managementberatungen

Die Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, legt eine deutschlandweit bisher einzigartige Studie zur "Performance von Managementberatungen" vor. In der Langzeitanalyse vergleichen die Marktforscher Kennzahlen von Beratungshäusern über den Zeitraum von zehn Jahren von 1997 bis 2006. Seit nunmehr 25 Jahren berichtet Lünendonk mit verschiedenen empirischen Studien und den Lünendonk-Listen über die Beratungsbranche. Der hierdurch mit umfangreichem empirischen Material gefüllte Knowledge-Tank des Unternehmens bildete die Basis für die nun vorliegende Längsschnittstudie.
Im Zehn-Jahres-Trend liegt die Umsatzentwicklung der führenden Managementberatungen aus den Lünendonk-Listen über der allgemeinen Entwicklung des Beratungsmarkts (Grafik 1 im Anhang). Die führenden Managementberatungen haben also gegenüber den mehr als 14000 anderen Beratungsunternehmen Marktanteile hinzugewonnen. Auch ein Vergleich mit anderen Branchen, zum Beispiel mit dem produzierenden Gewerbe und der Automobilindustrie, fällt zugunsten der führenden Managementberatungen aus. Nur die in den Lünendonk-Listen geführten IT-Beratungsunternehmen und der Markt für IT-Beratungen, die ebenfalls Gegenstand einer Lünendonk-Längsschnittanalyse waren, haben in der Vergangenheit ein noch stärkeres Wachstum gezeigt. Dies ist Thema einer gesonderten Studie.

Die langfristige Entwicklung der führenden Managementberatungsinstitute zeigt eine Dreiteilung (Grafik 2 im Anhang). Den kleineren und mittleren Unternehmensberatungen (wie Horváth & Partners, Towers Perrin, Oliver Wyman sowie Simon, Kucher & Partner) folgen die großen Beratungshäuser (wie Boston Consulting Group, McKinsey, Roland Berger) und schließlich die so genannten Underperformer (wie Arthur D. Little, Kienbaum). Diese Separierung gilt nicht nur langfristig, sondern auch im kurzfristigen Trend.
Positiv hervorzuheben ist, dass die langfristige Entwicklung des Umsatzes der Managementberatungen über derjenigen des Personals liegt. Deshalb ergab sich im Analysezeitraum sowohl bezogen auf das Gesamtpersonal als auch bezogen auf die Berater eine Steigerung der Produktivität beziehungsweise des Umsatzes pro Kopf. Allerdings deutet sich auch hier eine Segmentierung im untersuchten Feld an. Bei den besten drei Unternehmen lag die Umsatzsteigerung pro Mitarbeiter in den letzten zehn Jahren bei immerhin 7,6 Prozent pro Jahr. Die drei Unternehmen am unteren Rand konnten dagegen den Umsatz pro Kopf nur marginal steigern, nähmlich um 1,1 Prozent pro Jahr.
Eine Besonderheit der Studie ist die Anwendung der längsschnitt-analytischen Methode "Pro Bench Reg", die für das Datenmaterial des Knowledge-Tanks eingesetzt wurde. Das auf der Verdoorn-Produktivitäts-Regression basierende Pro-Bench-Reg-Verfahren eignet sich geradezu ideal für ein mittel bis langfristig ausgerichtetes Performance- sowie Produktivitätsbenchmarking und produziert dafür zahlreiche Benchmarks (Grafik 3 im Anhang).

Die so genannte Basis- Produktivität, also die Produktivitätsveränderung bei Null-Wachstum, liegt bei den untersuchten Beratungsunternehmen im negativen Bereich bei -0,2 Prozent. Die Beratungshäuser erreichen also nur dann Produktivitätsfortschritte, wenn ihr Wachstum oberhalb der kritischen Wachstumsschwelle von 0,5 Prozent liegt. In der langfristigen Betrachtung erzielen daher Managementberatungs Unternehmen nur in Wachstumsphasen Produktivitätsfortschritte. Dies steht im Gegensatz zu den anderen Branchen, die sogar in Stagnations oder Rezessionszeiten noch Produktivitätsgewinne erzielen. In den letzten zehn Jahren lag das durchschnittliche Wachstum der Beratungshäuser im Durchschnitt bei rund zehn Prozent jährlich, weshalb sich eine "Entfernung zur kritischen Wachstumsschwelle" von gut neun Prozent ergab. Damit sitzen sie auf einem komfortablen Produktivitätspolster.
Auch hier zeigt die neue Lünendonk-Studie jedoch interessante Details. Die kleineren und stark wachsenden Unternehmen mussten ihre Marktanteilsgewinne durch eine stark negative Basisproduktivität von bis zu –8,0 Prozent bezahlen. Sie brauchen relativ hohe Wachstumsraten von bis zu 12,5 Prozent, um überhaupt Produktivitätsgewinne zu erzielen. Die "Entfernung zur kritischen Wachstumsschwelle" lag aufgrund ihrer hohen Wachstumsraten aber immerhin noch bei 8,5 bis 12,5 Prozent.
Unterschiedlich erfolgreich waren die Managementberatungshäuser auch, wenn man sie daran misst, wie stark sie das Wachstum ausschöpfen konnten, um daraus Produktivitätsfortschritte zu gewinnen. Aus dem jährlichen Wachstum von rund zehn Prozent konnten die Beratungsinstitute in den letzten zehn Jahren mit einer Produktivitätssteigerung von etwa 3,5 Prozent pro Jahr eine Wachstumsausschöpfung von 36 Prozent erreichen. Gemessen an anderen Branchen ist dies zwar ein geringer Ausschöpfungsgrad. Dieses Ergebnis folgt jedoch dem sowohl bei einzelnen Unternehmen als auch über ganze Branchen beobachtbaren empirischen Phänomen der wachstumsbedingten Ausschöpfungs-degression.
Hohes Wachstum übertüncht auch in Managementberatungen manche Schwäche und wiegt das Management nicht selten in trügerischer Sicherheit. Daher gehen relativ hohe Wachstumsraten auf der Seite der Produktivität mit sinkenden Ausschöpfungsgraden einher. Dies zeigt einerseits der Branchenvergleich (Grafik 3 im Anhang) und gilt andererseits auch für die im Rahmen der Studie analysierten Management-beratungen. Sieht man von zwei Ausreißern ab, so konnten die großen und eher wachstumsträgen Beratungshäuser Wachstumsausschöpfungsgrade von bis zu 42 Prozent erreichen. Die kleinen, wachstumskräftigen Beratungsunternehmen lagen hingegen unter 20 Prozent.

Die Herausforderungen für Managementberatungsunternehmen liegen zukünftig unter anderem darin, die Basisproduktivität auf ein positives Niveau zu heben und den Abstand zur kritischen Wachstumsschwelle abzusichern und weiter auszubauen. Außerdem sollten sie daran arbeiten, die Wachstumsausschöpfungsgrade, vor allem in stärkeren Wachstumsphasen, genauer zu betrachten und zu erhöhen, um die Produktivitätsbarriere der wachstumsbedingten Ausschöpfungsdegression sukzessive zu überwinden.

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