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28.06.2018

FOG-Fräsmaschinen: Langlebig und leistungsstark

Interview mit Ulrich Wiehagen, Vertriebschef und Werkleiter bei Starrag in Bielefeld

Ein Viertel Jahrhundert feiert dieses Jahr die FOG-Baureihe des Produktbereichs Droop+Rein von Starrag. Grund genug für Ulrich Wiehagen, Vertriebschef und Werkleiter bei der Starrag Technology GmbH in Bielefeld, zu einem spannenden Rückblick – unter anderem auf die weltweit erste Hoch-Gantry-Maschine zum gleichzeitigen Schruppen und Schlichten.

  • Ulrich Wiehagen, Werkleiter der Starrag Technology GmbH, Bielefeld: „Die FOG-Maschinen erzeugen jahrelang mit gleichbleibender Güte höchstpräzise Oberflächen.“ © Starrag/Ralf Baumgarten

    Ulrich Wiehagen, Werkleiter der Starrag Technology GmbH, Bielefeld: „Die FOG-Maschinen erzeugen jahrelang mit gleichbleibender Güte höchstpräzise Oberflächen.“ © Starrag/Ralf Baumgarten

  • Die neue Droop+Rein FOGS HD (Heavy Duty) schlichtet aufgrund der hohen Maschinendynamik rund 20 bis 30 % schneller und wirtschaftlicher als eine vergleichbare Portalfräsmaschine. © Starrag

    Die neue Droop+Rein FOGS HD (Heavy Duty) schlichtet aufgrund der hohen Maschinendynamik rund 20 bis 30 % schneller und wirtschaftlicher als eine vergleichbare Portalfräsmaschine. © Starrag

  • Maschinen der ersten Stunde (im Bild eine FOG 2500) eignen sich nach einem Retrofit für weiteren jahrelangen, produktiven Einsatz. © Starrag/Ralf Baumgarten

    Maschinen der ersten Stunde (im Bild eine FOG 2500) eignen sich nach einem Retrofit für weiteren jahrelangen, produktiven Einsatz. © Starrag/Ralf Baumgarten

  • Maschinen der ersten Stunde (im Bild eine FOG 2500) eignen sich nach einem Retrofit für weiteren jahrelangen, produktiven Einsatz. © Starrag/Ralf Baumgarten

    Maschinen der ersten Stunde (im Bild eine FOG 2500) eignen sich nach einem Retrofit für weiteren jahrelangen, produktiven Einsatz. © Starrag/Ralf Baumgarten

  • Die erste Hoch-Gantry-Maschine zum Schlichten und Schruppen entstand bereits vor 19 Jahren als Droop+Rein FOGS 32 55 M30 K in Bielefeld. © Starrag

    Die erste Hoch-Gantry-Maschine zum Schlichten und Schruppen entstand bereits vor 19 Jahren als Droop+Rein FOGS 32 55 M30 K in Bielefeld. © Starrag

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Herr Wiehagen, sie sind seit 1999 dabei und haben ein Großteil der FOG-Erfolgsstory mit begleitet und unterstützt. Wie ging es los, was waren die ersten Highlights?

Auf Anregung von namhaften Kunden aus dem Werkzeugbau entwickelte die damalige Firma Droop+Rein 1993 ein hochdynamisches Fräszentrum, bei dem das Werkzeug alle Bewegungen übernimmt. Das Werkstück wird daher nicht mehr bewegt. Die Betten sind nicht wie bei schon bekannten Gantry-Maschinen auf Boden- oder Flurniveau installiert, sondern auf Ständern. Dadurch fallen die bewegten Ständer weg und es gibt nicht mehr das für bodengeführte Gantrys typische Kippmoment. Damit erfüllt die Neuentwicklung alle Anforderungen an eine hochdynamisch äußerst genaue HSC-Maschine für die Herstellung von High-End-Oberflächen im Werkzeugbau.

Die FOG-Baureihe ist aber heute nicht nur im Werkzeugbau im Einsatz?

Wir lieferten bald darauf auch in die Luftfahrtbranche, in der sich die Maschinen mit 40 kW-Spindel zum hochdynamischen und hochpräzisen Fräsen der äußeren Zylinder von Flugzeug-Fahrwerken bewährt haben. Mit ihnen haben wir weltweit einen Marktanteil von mittlerweile über 80 % erobert.

Um auf einer Maschine schwere Werkstücke schnell und genau zu zerspanen, bedarf es aber auch eines hochsteifen Unterbaus. Warum setzen Sie auf ein U-förmiges Fundament?

Wir haben es vor rund 15 Jahren eingeführt, weil es eine sehr hohe Steifigkeit bietet und weil es die nötige Fundamenttiefe um etwa ein Drittel senkt. Das verringert den baulichen Aufwand. Außerdem steigt die dynamische Belastbarkeit. Ein weiterer wichtiger, kostensparender Effekt: Die Geometrie der Maschine bleibt sehr lange Zeit konstant, sodass der Aufwand für das Rekalibrieren im Laufe eines Maschinenlebens sehr viel geringer ausfällt. Denn die Kalibrierung einer großen Portalfräsmaschine dauert schon mal fünf bis zehn Tage, in denen sie kein Geld verdient.

Was ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal?

Wir sind bisher der einzige Hersteller, der eine serienmäßige Maschine mit integriertem Werkzeug zum maschinellen Oberflächenhämmern oder Machine Hammer Peening (MHP) anbietet. Während der Bearbeitung hämmert eine Schlagkugel impulsartig, mit definierter Kraft und Frequenz. Dieses Dengeln komprimiert die Randschichten an der Oberfläche von Bauteilen bis zu einer Tiefe von 10 µm. Das Dengel-Tool verhält sich also im Prinzip wie ein normales Werkzeug, das eingewechselt und dann von der CNC gesteuert wird. Die MHP-Technologie kam so gut an, dass ein großer deutscher Automobilhersteller sie bereits an drei Werkzeugbau-Standorten einsetzt. Es ist bisher die weltweit einzige MHP-Anwendung in der industriellen Serienproduktion.

Und was zeichnet die FOG-Baureihe sonst noch aus?

Im Werkzeug- und Formenbau ist die multifunktionale Maschine ein Garant für höchste Oberflächengüte und sehr effiziente Produktion. Es gibt Benchmark-Tests, bei denen 15 Jahre alte FOG besser abschneiden als neueste Entwicklungen von Wettbewerbern. Sie erzeugt jahrelang mit gleichbleibender Güte mit einer nachgewiesenen Verfügbarkeit von 94 % höchstpräzise Oberflächen. Zum Zuge kommt sie daher auch als Spezialversion in der Höchstpräzisionsfertigung des Flugzeugbaus, in dem z. B. komplexe Bohrbilder an großen Werkstücken auf wenige hundertstel Millimeter übereinstimmen müssen. Es gelten hier die strengen Vorschriften der „interchangeability of parts“, damit auch die Bohrbilder der unabhängig voneinander an unterschiedlichsten Standorten zerspanten Werkstücke zueinander passen. Das ist ein Beispiel von vielen, wie erfolgreich sich die FOG-Baureihe als zuverlässiges Produktionsmittel bereits bei sehr vielen Anwendungen und in unterschiedlichsten Branchen bewährt hat.

Was geschieht am Ende eines Maschinenlebens?

Bisher landete noch keine einzige FOG auf dem Schrottplatz. Wenn eine Droop+Rein FOG zum Beispiel 15 bis 20 Jahre alt ist, lohnt es sich, die Steuerung und eventuell auch einige mechanische Komponenten zu modernisieren. Dank dieses Retrofits, das in der Regel nur ein Drittel des Investitionsaufwands einer neuen Maschine kostet, erhält der Kunde ein neuwertiges Produktionsmittel für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Wir dürfen aber bei einer FOG mit einer Lebensdauer von über 30 Jahren rechnen.

Ein Stammkunde hat Sie zum Bau der FOG inspiriert: Kam das nochmals vor?

Ja, mehrmals. Die jüngste Innovation ist die neue Droop+Rein FOGS HD (Heavy Duty), die auf Inspiration durch die Concad GmbH aus Walldürn entstand. Sie war auf der Suche nach einer Maschine zur höchstpräzisen Komplettbearbeitung von großen, schweren Werkzeugen vor allem für Außenhautteile im Fahrzeugkarosseriebau und Maschinenkomponenten in einer Aufspannung. Weil aber kein Maschinentyp alle idealen Eigenschaften in sich vereinte, kreuzten wir die beiden Maschinentypen FOGS und die Portalmaschine Droop+Rein TF zu einem neuen Maschinenkonzept, bei dem wir die Module der Portalmaschine oben auf dem Fundament platzierten. Eine Hoch-Gantry-Maschine für schwere und präzise Zerspanung mit hydrostatischen Führungen in allen linearen Achsen.

Wie kam der Neuling bei Kunden an?

Er sorgte bei vielen Interessenten für ein sehr positives Echo. Für Werkzeug- und Formenbauer, die hochdynamisch und hochgenau erstklassige Oberflächen erzeugen müssen und als Zusatznutzen 40 kW Schruppleistung wünschen, ist unsere FOGS Neo N40 erste Wahl.

Benötigen die Kunden überwiegend Fräsleistungen zwischen 50 und 100 kW für schwere Zerspanungsaufgaben und wünschen als Zusatznutzen dynamische Schlichtfähigkeit ohne Kompromisse bei der Oberflächengüte, ist unsere neue FOGS HD die erste Wahl. Auch im Maschinenbau für schwer zu zerspanende Werkstücke mit hohen Genauigkeitsanforderungen ist die HD optimal einzusetzen.

Generell stellen wir fest, dass immer mehr FOG-Maschinen tischverfahrbare Portalmaschinen mit festen Querträgern ersetzen. Die Hochgantry-Version benötigt bei gleichem Arbeitsraum ca. 40 % weniger Aufstellfläche. Die Werkstücke gehen nicht in die dynamische Masse ein, Mehrfachaufspannungen sind hauptzeitparallel möglich und die Führungsbahnen liegen bestens geschützt oberhalb der Aufspannfläche.

Das Interview führte Nikolaus Fecht im Auftrag der Schweizer Starrag Group.

Weiterführende Information
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    FORM + Werkzeug 01/2018, SEITE 34 - 35

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    FORM + Werkzeug 03/2015, SEITE 24 - 25

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    Fürs HSC-Schlichten suchte Schmedthenke Werkzeugbau eine Fräsmaschine zur Bearbeitung von Großwerkzeugen für den Automobilbereich. Mit...   mehr

Unternehmensinformation

Starrag Technology GmbH

Hugo-Junkers-Str. 12-32
DE 41236 Mönchengladbach
Tel.: 02166 454-0
Fax: 02166 454-477

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