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05.02.2016

Erster 3D-Drucker von GF Machining Solutions

Interview mit Jean-José Paccaud zur Kooperation mit EOS

Mit der AgieCharmilles AM S290 Tooling hat GF seine erste additive Maschine im Programm. Die ‚Neue‘ basiert auf dem Metall-Lasersinter-Verfahren von Kooperationspartner EOS. Über die Zusammenarbeit beider Unternehmen und weitere Pläne sprachen wir mit Jean-José Paccaud, Leiter von GF Machining Solutions New Technologies.

Jean-José Paccaud, Leiter GF Machining Solutions New Technologies, vor der AgieCharmilles AM S 290 (© GF Machining Solutions)

In diesem Jahr wurde erstmals eine Additive Manufacturing-Anlage mit dem Branding EOS/GF vorgestellt. Wie sieht Ihre Kooperation aus?
Wir wollen gemeinsam mit EOS integrierte Lösungen anbieten, die sowohl die additive Fertigung als auch die traditionellen Technologien nahtlos miteinander verbinden. Als einen ersten Schritt in diesem Zusammenhang hat GF Machining Solutions anlässlich der EMO 2015 in Mailand die AgieCharmilles AM S290 Tooling vorgestellt, die auf der erprobten EOS M 290 basiert.

Wie wurde die Zusammenarbeit von den Kunden aufgenommen?
Mein Eindruck ist, dass die Kunden gespannt sind auf das, was kommen wird. Sie bewerten das positiv. Grundsätzlich sehen sie Potenzial in der konsequenten Verknüpfung des Additive Manufacturing mit den etablierten Fertigungsverfahren.

Blick in die Glaskugel: Wie wird sich die Werkzeug- und Formenbaubranche Branche in Sachen additive Fertigung entwickeln?
Da haben EOS und GF MS jetzt tatsächlich die Chance das positiv zu beeinflussen, d.h. die Integration von Additive Manufacturing in die Prozesskette im Werkzeug- und Formenbau erfolgreich voranzutreiben. Wenn wir gemeinsam gute Arbeit leisten, werden wir dem Kunden auch interessante und praxisgerechte Lösungen bieten können, welche die Vorteile des Additive Manufacturing im Werkzeug- und Formenbau zunehmend nutzbar machen werden. Die Technologie ermöglicht ohne Zweifel große Schritte in Sachen Qualität und Oberflächenstruktur von Kunststoffteilen, vereinfachte Instandhaltung und längere Lebensdauer von Kühlsystemen in Formen sowie relevante Zykluszeitreduktionen als Resultat einer optimalen und kontournahen Kühlung. Auf diese Vorteile wird man nicht verzichten können. Insofern darf man durchaus eine positive Entwicklung der Technologie im Werkzeug- und Formenbau erwarten.

Was glauben Sie, wo die Zukunft der additiven Technologien im Werkzeugbau liegt: in Dienstleistung (die Werkzeugmacher bestellen Bauteile/Formeinsätze), im Netzwerken (ein Werkzeugmacher beliefert Kollegen, um seine Maschine auszulasten) oder in der eigenen Maschine im Betrieb?
Es wird Raum geben für alle genannten Varianten. Faktoren wie Betriebsgröße, Organisation, Eigentumsverhältnisse, kommerzielle Möglichkeiten, Marktsegment, Innovationskultur, Kundenerwartungen usw. werden den Entscheid im Einzelfall beeinflussen. Vermutlich ist dies auch nicht eine Frage ausschließlich in Bezug auf Additive Manufacturing als vielmehr eine grundsätzliche Frage betreffend die zukünftige Entwicklung des Werkzeug- und Formenbaus.

GF ist auch in Sachen Automatisierung stark: Ist geplant AM-Maschinen in Fertigungszellen zu integrieren?
Zusammen mit EOS will GF Machining Solutions Komplettlösungen für seine Kunden entwickeln. Ziel ist es, den Kunden einen reibungslosen Produktionsprozess zu garantieren. Dazu werden sowohl die Hardware- als auch die Software- und Automationsschnittstellen der Maschinen angepasst, um einen optimalen Daten- und Materialfluss zu erreichen.
GF Machining Solutions wird die Prozessintegration der Laser-Sinter-Systeme und der Fräs- und Erodiermaschinen als Komplettlösung aus einer Hand anbieten.


Mediathek

AgieCharmilles AM S 290 Tooling

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Steinbeisstr. 22-24
DE 73614 Schorndorf
Tel.: 07181 926-0
Fax: 07181 926-190

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