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27.11.2018

EiP 2018: Interview mit Gesamtsieger Phoenix Contact

„Innovationstreiber mit hoher Zukunftsorientierung“

Phoenix Contact ist nach 2016 bereits zum zweiten Mal Gesamtsieger des Wettbewerbs Excellence in Production - und obendrein Sieger in der Kategorie Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter. Werkzeugbauleiter Dr. Sven Holsten sprach mit der FORM+Werkzeug über Arbeitsweisen, Strategien und Ziele für seinen Betrieb.

Das Sieger-Team: Die Mitarbeiter im Werkzeugbau von Phoenix Contact. © Phoenix Contact

Lieber Herr Dr. Holsten, herzlichen Glückwünsch zum erneuten Gesamtsieg beim Wettbewerb ‚Werkzeugbau des Jahres‘! Wie kommt es, dass Sie nach so kurzer Zeit schon wieder ganz oben am Treppchen stehen? War der Wettbewerb nicht gut genug?

Recht herzlichen Dank für ihren Glückwunsch. Der richtige Adressat ihrer Frage wäre hier sicher die Jury. Immerhin ist das Feld der teilnehmenden Wettbewerber sehr groß, und es wäre anmaßend, deren Leistungsfähigkeit aus unserer Perspektive bewerten zu wollen. Allerdings hat die Jury einige unserer alleinstellenden Merkmale benannt. Und demzufolge sind unsere Bemühungen um die Digitalisierung unseres Geschäftsfelds und unser Leistungsportfolio wesentliche Vorzüge. Beide Perspektiven resultieren aus einem bereits seit mehr als fünf Jahren laufenden Entwicklungsprozess. Insofern ist es vorstellbar, dass der zeitliche Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb hier gegriffen hat.

Wie haben Sie Ihren Sieg gefeiert?

Sven Holsten (li) und Kollegen mit dem EiP-Pokal 2018 © Hanser/Schröder

Natürlich haben wir den Sieg im Kleinen sofort zelebriert, damit jeder Mitarbeiter den Preis auch sofort einmal in der Hand halten konnte. Das intensivere Feiern wird dagegen erst im neuen Jahr erfolgen. Dies hat aber eher logistische Gründe.

Was hat sich bei Ihnen in den vergangenen zwei Jahren getan? Gab es neue Entwicklungen, Investitionen oder strategische Maßnahmen?

Die Entwicklung unseres Werkzeugbaus folgt einer dezidierten strategischen Entwicklungs-Roadmap, deren Ursprung auf das Jahr 2012 zurückgeht und die jedes Jahr aktualisiert wird. Naturgemäß haben die frühen Maßnahmen eher Organisations- und Steuerungsthemen adressiert, wohingegen die letzten zwei Jahre eher durch den Ausbau der technischen Anwendungen geprägt waren. Augmented Reality und Virtual Reality standen dabei genauso im Entwicklungsfokus wie unser Einstieg in ausgewählte Anwendungen der künstlichen Intelligenz.

Beispiel für ein Spritzgießwerkzeug von Phoenix Contact © Phoenix Contact

Die Jury lobt einen hohen Automationsgrad in Ihrer Fertigung, u.a. durch die Nutzung verfahrensgemischter Produktionszellen … Welche Verfahren mischen Sie da?

In unserem Zielbild sehen wir für Mitteleuropa derzeit eine verfahrensgemischte Verkettung von Hart- und Weich- und Elektrodenfräsen mit Senken, Waschen und Messen, wie wir dies in Blomberg realisiert haben.

Welche Rolle spielt die additive Fertigung in Ihrem internen Werkzeugbau? Wo wird sie eingesetzt?

Natürlich ist das konturnahe Kühlen mit additiv erzeugten Einsätzen ein immer wichtiger werdender Aspekt von Spritzgießwerkzeugen. Derzeit haben bereits mehr als 50% unserer Werkzeuge entsprechende Komponenten, und der Anteil wird kontinuierlich größer. Daneben gewinnen aber topologieoptimierte, d.h. gewichtsreduzierte Bauformen zunehmend an Bedeutung. Derartige bionische Werkzeugkonzepte stellen mittlerweile auch eine nennenswerte Anwendung der additiven Fertigung dar.

Beispiel für ein Spritzgießwerkzeug von Phoenix Contact © Phoenix Contact

Sie haben ein sehr breites Produktportfolio: Können Sie uns beispielhaft ein Werkzeug in ein paar Zahlen, Daten, Fakten erklären bzw. die besondere Herausforderung bei der Herstellung?

Unsere Spritzgießwerkzeuge sind in der Regel klein. Sie wiegen oft weniger als eine Tonne, und die eingesetzten Kunststoffe gelten durch Flammschutzmittel und Glasfaserfüllung als unangenehm. Die Genauigkeitsanforderungen des Kunststoffartikels liegen nicht selten unter 10 µm in einzelnen Dimensionen. Gleichzeitig können die Werkzeuge i.d.R. auf andere Geometrien umgerüstet werden. Insofern orientiert sich unsere Fertigung an den Anforderungen für Präzisionsteile, obwohl für Beschaffung oder Eigenfertigung der Komponenten selten mehr als fünf Wochen zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund haben wir eine Organisationseinheit geschaffen, deren Aufgabe darin besteht, werkzeugfallende Teile in fünf bis fünfzehn Arbeitstagen zu realisieren. Dafür stehen standardisierte Formaufbauten zur Verfügung. Die eigentlichen Kavitäten sind aus Aluminium und werden durch Fräsen erzeugt, etwaige Schieber werden aus Messing gefertigt. Durch entsprechend geschultes Personal in unserem Anwendungszentrum ist sichergestellt, dass diese Werkzeuge in zuweilen sehr engen Prozessfenstern betrieben werden können. Infolge der zeitnahen Umsetzung haben derartige Werkzeuge immensen Einfluss auf das finalisierte Produktdesign im Serienwerkzeug.

Das Interview führte Susanne Schröder.

Über Phoenix Contact

Zur 1923 gegründeten Phoenix Contact-Gruppe gehören 14 Unternehmen in Deutschland sowie mehr als 55 eigene Vertriebsgesellschaften in aller Welt. Die internationale Präsenz wird zusätzlich durch mehr als 40 Vertretungen in Europa und Übersee verdichtet.

Das Leitwerk des globalen Netzwerks zum Bau von Spritzgießformen befindet sich am Stammsitz von Phoenix Contact in Blomberg. Es handelt sind um einen industrialisierten Werkzeugbau mit zwei Neuwerkzeugsegmenten und einem Service- und Reparatursegment. Das Produktportfolio umfasst Beratungsdienstleistungen, Prototypen, Kleinserien, Rapid Tools sowie komplexe Mehrkavitäten- und Schnellläuferwerkzeuge.

Phoenix Contact fertigt damit ein umfangreiches Produktspektrum, zu dem u.a. Komponenten und Systemlösungen für die Energieversorgung, Geräte- und Maschinenbau sowie Schaltschrankbau gehören. Dazu kommen Reihen- und Sonderklemmen, Printklemmen und Steckverbindern, Kabelanschlusstechnik und Installationszubehör und vieles mehr.

Weiterführende Information
  • 08.11.2018

    Werkzeugbau des Jahres 2018 ist Phoenix Contact

    Preisverleihung beim Wettbewerb Excellence in Production (EiP)

    Die Nacht in Aachen: Gewinner und Emotionen   mehr

  • Werkzeugbau 4.0
    FORM + Werkzeug 05/2017, SEITE 20 - 23

    Werkzeugbau 4.0

    Digitalisierung des Werkzeugbaus

    Virtual Reality, Automatisierung, Vernetzung – alles anzutreffen im Phoenix Contact-Werkzeugbau. Den Machern geht es nicht darum, einem...   mehr

    Diesen Artikel bieten wir Ihnen mit freundlicher Unterstützung der Redaktion Form+Werkzeug kostenlos als PDF-Datei zum Download an.

Unternehmensinformation

Phoenix Contact GmbH & Co.KG

Flachsmarktstraße 8-28
DE 32825 Blomberg
Tel.: 05235 3-12000
Fax: 05235 3-12999

Dezember 2018

IT-Systeme: Was sie können, wie sie nutzen. Beispiele aus der Praxis des Werkzeugbaus.

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