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06.12.2018

EiP 2018: Interview mit dem Finalisten Hanns Engl Werkzeugbau

„Das Streben nach Gemeinwohl muss sich für die Unternehmen auszahlen.“

Johannes Engl leitet das Familienunternehmen Hanns Engl Werkzeugbau in der neunten Generation. Was ist sein Schlüssel zum Erfolg?

Das Engl-Team aus Südtirol © Engl

Herzlichen Glückwunsch, Herr Engl, Sie zählen zu den besten Werkzeugbauten! Moment Mal, Sie waren doch schon im vergangenen Jahr Finalist in der Kategorie externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter… Ist die Konkurrenz zu schwach?

Johannes Engl © Hanser/Schröder

So würde ich das nicht sagen. Zumindest eines der am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen war ja besser als wir und hat sich den Preis verdient. Allerdings ist bei der Preisverleihung mehrfach gesagt worden, dass die Unternehmen im Spitzenfeld alle sehr nahe beieinander liegen. Das tröstet ein bisschen, wenn man nicht ganz oben auf dem Podest steht. Die wiederholte Nominierung als Finalist ist für uns eine Bestätigung, dass wir auf einem guten Weg sind, uns ständig zu verbessern. Darauf kommt es ja letztlich an: nicht stehen zu bleiben.

Gab es bei Ihnen innerhalb des letzten Jahres Weiterentwicklungen/neue Investitionen/neue strategische Maßnahmen?

Herausragende Veränderungen hat es keine gegeben. Es ist eher ein Weg der kleinen Schritte in mehreren Bereichen: Förderung der Mitarbeiter zu mehr selbstständigem Arbeiten, stetige Investitionen in Maschinen und Anlagen und die stetige Verbesserung der Fertigungsprozesse.
Ach ja - eine verbesserte Produktionsplanung haben wir im letzten Jahr auch noch hinbekommen.

Ihr Produktportfolio ist mit Spritzgießwerkzeugen, Druckgusswerkzeugen und dem Bau von Prüf- und Messlehren recht weit. Wie schaffen Sie es, in allen Bereichen die Nase vorn zu haben?

Beispielwerkzeug von Engl © Engl

In den Bereichen der Druckgusswerkzeuge und der Prüf- und Messlehren sind wir sicher vorne mit dabei. Wenn man laufend Projekte in mehreren Bereichen machen kann, verliert man nicht den Anschluss und entwickelt sich auf allen Feldern stetig weiter. Durch die verschiedenen Produkte bleibt die Arbeit spannend und wir tun uns leichter, die Azubis auszubilden und in den Herstellungsprozess einzubinden. Durch die stetige Entwicklung des Werkzeugbaus in Richtung Automation wird das nämlich zunehmend ein Problem.

Sie richten Ihr Unternehmen an den Prinzipien der Gemeinwohlökonomie aus. Können Sie uns Beispiele dafür nennen?

Im Zentrum steht der Gedanke, dass Wirtschaft dem Gemeinwohl dienen soll, so wie es in vielen Verfassungen verankert ist. Von diesem Grundsatz sind wir ein gutes Stück abgedriftet. Der Ansatz der Gemeinwohlökonomie möchte dorthin zurückführen: Gemeinwohl statt reines Gewinnstreben, Kooperation statt Konkurrenz, ökologische Nachhaltigkeit statt Wachstumszwang.

Blick in die Engl-Produktion © Hanser/Schröder

Konkret heiß das für uns, dass wir auf eine faire und nachhaltige Behandlung von allen achten, mit denen wir als Unternehmen zu tun haben: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Umwelt und das Gemeinwesen. Diese Anstrengungen werden anhand der Gemeinwohlbilanz gemessen und veröffentlicht.
Für mich ist das ein einfacher Maßstab für mein Tun: Am Ende des Tages will ich meiner neunjährigen Tochter über alles berichten können, was ich im Laufe des Tages gemacht habe, ohne dabei rot zu werden. Damit ist schon viel gesagt. Vom Gesetzgeber erwarte ich mir einen Paradigmenwechsel: Dass in Zukunft das Streben nach Gemeinwohl belohnt wird, und es somit zu einer Veränderung des Wirtschaftens kommt, weil es sich für die Unternehmen auszahlt.


Was ist für Sie der Benefit als Teilnehmer am Wettbewerb Werkzeugbau des Jahres?

Die Mitarbeiter finden es gut, wenn Ihre Bemühungen auch von außen positiv beurteilt werden und sind stolz auf die Anerkennung durch die Nominierung als Finalist im Wettbewerb. Anhand der Kennzahlen in den Auswertungsunterlagen kann man sich ein Bild machen, in welchen Bereichen andere Unternehmen schon weiter fortgeschritten sind. Nicht zuletzt ist die Teilnahme und die Reise nach Aachen auch eine Gelegenheit, Kontakte zu pflegen und auch neu zu knüpfen.

Das Interview führte Susanne Schröder.

Über den Hanns Engl Werkzeugbau

Die heute in der neunten Generation geführte Hanns Engl Werkzeugbau hat eine über Jahrhunderte währende Tradition in der Metallverarbeitung. Seit 1733 ist der Familienbetrieb Engl in Bozen zuerst als Wagen- und Hufschmiede, dann als mechanische Werkstätte tätig. Seit 1956 arbeitet der Betrieb im Bereich des Werkzeug- und Formenbaus.

Mit 19,5 Mitarbeitern und zwei Auszubildenden fertigt das Familienunternehmen Druckgusswerkzeuge, Spritzgießwerkzeuge, Stanzwerkzeuge sowie Prüf- und Messlehren für die Automobilindustrie. Mit der stetigen Erneuerung des Maschinenparks sowie der klimatisierten Fertigungshalle wird die Konkurrenzfähigkeit gesichert.
Besonderen Wert legt das Unternehmen auf die Mitarbeiterzufriedenheit und richtet sich nach den Kriterien der Gemeinwohlökonomie aus.

Weiterführende Information
  • Werkzeugbau des Jahres

    'Excellence in Production' ist ein jährlich vom Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT veranstalteter Wettbewerb, um den besten Werkzeugbau im deutschsprachigen Raum zu ermitteln. Lesen Sie hier alles zum Thema.   mehr

  • 08.11.2018

    Werkzeugbau des Jahres 2018 ist Phoenix Contact

    Preisverleihung beim Wettbewerb Excellence in Production (EiP)

    Die Nacht in Aachen: Gewinner und Emotionen   mehr

  • 12.10.2018

    VDWF voll wild on tour 2018: 4 Länder in 4 Tagen

    Zu Besuch bei Werkzeugmachern in Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland

    Mit vielen Bildern aus der Produktion... und aus Venedig.   mehr

Unternehmensinformation

Hanns Engl Werkzeugbau O.H.G.

E.-Ferrari-Str. 13
IT 39100 BOZEN
Tel.: +39 0471 202994

Dezember 2018

IT-Systeme: Was sie können, wie sie nutzen. Beispiele aus der Praxis des Werkzeugbaus.

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