nach oben
22.02.2016

3D-Drucker im Industrie 4.0-Umfeld

Interview mit Daniel Hund, Marketingleiter von Concept Laser

Stand-Alone-Maschinen waren gestern. Additive und konventionelle Technologien müssen Hand in Hand arbeiten. Wie Concept Laser die Zukunft des Additive Manufacturing sieht.

Daniel Hund (© Concept Laser)

Daniel Hund (© Concept Laser)

Herr Hund, Schwerpunkt Ihres Messeauftritts auf der formnext im vergangenen Jahr war die ‚AM Factory of Tomorrow‘. Können Sie in zwei Sätzen zusammenfassen, was Concept Laser darunter versteht?
Die ‚AM Factory of Tomorrow‘ steht für die Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse und Maschinen im Sinne der Industrie 4.0. Dabei werden manuelle Prozesse sowie momentane Stillstandzeiten der Maschinen auf ein Minimum reduziert. Bisherige Stand-Alone-Maschinenlösungen werden der Serienproduktion nicht gerecht und daher durch vollautomatisierte Maschinennetzwerke ersetzt. Dabei wird es auch zu einer engeren Verknüpfung additiver und konventioneller Techniken kommen, insbesondere in der Nachbearbeitung der additiven Bauteile.

Die Branche Werkzeug- und Formenbau gilt als zögerlich, was additive Technologien anbelangt – welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Insgesamt kann man schon noch sagen, dass die Branche in Bezug auf additive Technologien eher zögerlich reagiert. Auf der andere Seite haben wir aber auch genügend Beispiele innovativer Unternehmen, wie zum Beispiel die Firma Mapal Dr. Kress KG, die unsere Technologie bei der Entwicklung neuer und / oder der Verbesserung bestehender Produkte mit großem Erfolg einsetzt. Solche Applikationen zeigen sehr schön den großen Nutzen der additiven Verfahren auch für den Werkzeug- und Formenbau. Insbesondere das Thema der konturnahen Kühlung ist für diesen Industriezweig interessant.

Enthüllung der AM Factury of Tomorrow auf der formnext 2015 (© Schröder)

Bieten Sie Schulungen/Kurse – auch für Interessenten – an?
Interessenten können sich bei uns Benchmarkteile fertigen lassen, um sich ein Bild von den Vorteilen unseres Verfahrens und unserer Qualität zu machen. Auch bieten wir Unterstützung bei Industrieprojekten sowie bei der Umkonstruktion konventioneller Bauteile zur vollen Ausschöpfung der Vorteile der additiven Fertigung an.

Was glauben Sie, wo die Zukunft der additiven Technologien im Werkzeugbau liegt: in Dienstleistung (die Werkzeugmacher bestellen Bauteile/Formeinsätze), im Netzwerken (ein Werkzeugmacher beliefert Kollegen, um seine Maschine auszulasten) oder in der eigenen Maschine im Betrieb?
Ich denke, die Branche wird weiterhin überwiegend auf das Angebot bestehender Dienstleister zurückgreifen, wobei für größere Unternehmen auch sicherlich die Anschaffung eigener Maschinen sinnvoll ist, um die Durchlaufzeiten zu verkürzen.

Wie beurteilen Sie die formnext?
Aus der Sicht von Concept Laser war die formnext powered by TCT eine sehr gut organisierte und gelungene Messe - zumal diese zum ersten Mal stattfand. Wir haben uns für die formnext entschieden, da diese aus unserer Sicht das größte Potenzial und das beste Konzept hatte. Zudem sind wir davon überzeugt, dass die Messe in der Lage ist, sich langfristig als globale Leitmesse für die additive Fertigung zu etablieren. Auch die Anzahl an vorgestellten Produktneuheiten spricht hier eine deutliche Sprache. Insofern werden wir auch 2016 auf der formnext vertreten sein.

Waren Sie mit der Besucheranzahl/-qualität zufrieden?
Insgesamt waren wir mit der Anzahl der Besucher auf unserem Stand sehr zufrieden. Auch die Qualität der Kontakte war aus unserer Sicht ausgesprochen gut. Wir hatten viele interessante Gespräche mit Besuchern, für die das additive Verfahren kein Neuland mehr war.

Weiterführende Information
  • Additive Fertigung

    Thema des Monats Januar 2016

    Welche Verfahren und Anwendungen bewähren sich in der Praxis des Werkzeug- und Formenbaus? Welche Maschinen sind bereits auf dem Markt und wohin geht die Entwicklung? Wir erklären Grundlagen, verfolgen Trends und lassen Experten zu Wort kommen.   mehr

  • 25.02.2016

    Concept Laser gewinnt IAMA 2016

    Echtzeit-Prozessüberwachungssystem erhält internationalen 3D-Award

    Das In-Situ-Prozessüberwachungssystem QM meltpool 3D von Concept Laser prüft die Qualität bereits während der Fertigung. Der International Additive Manufacturing Award (IAMA) ist mit einer Prämie von 80.000 US-Dollar zur Vermarktung der Technologie verbunden. Weitere Finalisten waren DMG Mori und Additive Industrie b.v.   mehr

Unternehmensinformation

Concept Laser GmbH

An der Zeil 8
DE 96215 Lichtenfels
Tel.: 09571 -1679251
Fax: 09571 -1679299

Sonderheft Tool&Service Guide

Tool&Service Guide 01/2020

Jetzt gratis downloaden!



Ausgaben 2019

Tool&Service Guide 02/2019

Jetzt gratis downloaden!


Tool&Service Guide 01/2019

Jetzt gratis downloaden!


Jobbörse für Fachkräfte

Täglich die neuesten Stellenangebote für Formenbauer und Werkzeugmacher aus ganz Deutschland


Zu den Stellenangeboten

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

© masterzphotofo - Fotolia

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen