nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
17.12.2015

3. Hachtel Technologietag

Spritzgießwerkzeuge intelligent fertigen

In der historischen Hammerschmiede in Königsbronn trafen sich Anfang Dezember knapp 100 Teilnehmer beim Hachtel-Technologietag. Themen waren unter anderem 3D-Computertomografie, Simulation, Werkzeugoptimierung, konturnahe Kühlung und Werkzeugbau 4.0.

© Hanser/Susanne Schröder

Die Hachtel Werkzeugbau GmbH & Co. KG baut Spritzgießwerkzeuge – am liebsten in Mehrkomponenten-Spritzgieß-Montagetechnik. Daneben stehen aber auch eine Reihe von Dienstleistungen im Angebot: vom Spritzguss über die 3D-Computertomografie (CT), additive Fertigung bis hin zu Simulation und Engineering. Darüber hinaus veranstaltet der Betrieb einmal jährlich einen Technologietag, bei dem auch viele externe Referenten zu Wort kommen.

Thomas Seul (© Hanser/Susanne Schröder)

In diesem Jahr war unter anderem Prof. Dr.-Ing. Thomas Seul der FH Schmalkalden zu Gast. In seinem Vortrag ging es um intelligente Spritzgießwerkzeuge und den Werkzeugbau 4.0. Ralph Mayer von der Renishaw GmbH LBC Engineering nahm die Zuhörer mit auf eine kleine Zeitreise. Sein Thema: Entwicklung der additiven Fertigung von 2004 bis 2015. In weiteren Fachvorträgen ging es um Toleranzen, dünnwandige Spritzgussbauteile (z.B. Kaffeekapseln mit einer Wandstärke von 0,35 mm) und Einsatzgebiete der CT im Werkzeugbau.

Herr Hachtel, ein Schwerpunkt Ihres Betriebs – und auch des Technologietags – sind Simulation und 3D-Computertomografie. Warum ist das Thema so wichtig?
Es lohnt sich immer, Energie in die optimale Entwicklung eines Bauteils bzw. eines Werkzeugs zu stecken. Das spart spätere Werkzeugänderungen und wir kommen wesentlich schneller zu einem reibungslosen Serienproduktionsprozess. Ein CT-Scan macht das Bauteil transparent und schafft so die Voraussetzung für eine effiziente Qualifikation des Bauteils und der Optimierung der Werkzeuge. So können wir in den Kundendialog treten. Mithilfe der Simulation versuchen wir, schon während der Entwicklung auch eine optimale Lösung für das Werkzeug zu erarbeiten.

Steffen Hachtel (© Hanser/Susanne Schröder)

Viele Einkäufer versuchen dennoch, das kostengünstigste Werkzeug zu kaufen.
Ja, leider. Es ist widersinnig, ein Spritzgießwerkzeug hauptsächlich unter dem Aspekt möglichst niedriger Investitionskosten zu sehen. Die Folgekosten einer nicht optimalen Lösung in der Produktion sind bei großen Stückzahlen viel gravierender als die unmittelbaren Herstellungskosten eines Werkzeugs. Was mit der Transparenz, die durch Simulation und CT entsteht, klar ersichtlich ist.

Sie betrachten dabei die gesamte Prozesskette. In der Regel macht sich ein Werkzeugbauer nicht unbedingt Gedanken über die Produktentwicklung.
Der branchenübliche Standard-Workflow passt so nicht. Wenn ein Werkzeug für ein fertig konstruiertes Bauteil angefragt wird, ist ein nochmaliges Hinterfragen der Bauteilkonstruktion unter dem Termindruck oft gar nicht erwünscht. Folgerichtig fängt der Werkzeugmacher, der zudem auch unter Kostendruck steht, erst gar nicht an, zu simulieren. Ein optimales Bauteil mit einem effizienten Fertigungsprozess kann aber nur entstehen, wenn sich alle Beteiligten (Entwickler, Einkäufer, Werkzeugmacher und Spritzgießer) im Entwicklungsprozess als Team sehen und entsprechend kooperieren.

An welchem Zeitpunkt im Prozess wird simuliert?
Mehrmals, es gibt nie nur die eine einzige Simulationsrechnung. Simulation, das ist ein die ganze Entwicklung begleitender Prozess mit vielen Iterationsschleifen. Wir können die optimale Anschnittposition simulieren, das Temperierkonzept oder den zu erwartenden Formteilverzug durch einen Soll-/Ist-Vergleich zum CAD transparent machen. Sehr viele Faktoren wie beispielsweise die Werkzeugtemperatur oder die Formfüllung beeinflussen diesen Prozess. Jeden einzelnen kann man untersuchen.

Sie bieten auch Workshops an. Was lernen die Teilnehmer da?
Was kann ich mit einem CT-Scan eines Kunststoffbauteils alles anstellen? Wie kann ich verschiedene Messphilosophien realisieren? Wie agiert die CT mit der Konstruktion? Hauptsächlich bekommt der Konstrukteur eines Bauteils oder der Werkzeugkonstrukteur aufgezeigt, wie CT-Daten zu interpretieren sind, um seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen zu können und nicht mehr auf Messberichte angewiesen zu sein. Wir stellen aber auch dar, wo die Grenzen der Technologie liegen. Die Teilnehmer sollen danach einschätzen können, wofür der Einsatz sinnvoll ist.

Wie kann ein erster Test aussehen, wenn jemand die CT ausprobieren will?
Der Kunde schickt ein Bauteil und gibt an, welche Probleme er hat. Ob es sich um eine Defektanalyse handelt oder um einen Soll/Ist-Vergleich zum CAD. Im Kunststoffbereich kostet ein Scan je nach Größe, Aufwand und Anzahl der Aufnahmen zwischen 350 und 1000 Euro. Wir haben vier CT-Anlagen, mit denen können wir große Bauteile bis 800 mm Höhe und bis zu 600 mm Durchmesser scannen. Die Nanofokusröhre kommt bei ganz kleinen Teilen zum Einsatz.

Unternehmensinformation

Hachtel Werkzeugbau GmbH & Co. KG

Schelmenstr. 42
DE 73431 Aalen
Tel.: 07361 370-433
Fax: 07361 370-440

Sonderheft Tool&Service Guide

Tool&Service Guide 02/2019

Jetzt gratis downloaden!


Tool&Service Guide 01/2019

Jetzt gratis downloaden!


November 2019

Zum Special

Jobbörse für Fachkräfte

Täglich die neuesten Stellenangebote für Formenbauer und Werkzeugmacher aus ganz Deutschland


Zu den Stellenangeboten

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

© masterzphotofo - Fotolia

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen