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30.06.2020

Tebis Consulting stellt repräsentative Umfrage zur Marktsituation 2020 vor

Status quo des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus

70 Werkzeug-, Formen- und Modellbetriebe nahmen an der Umfrage teil, aus der das Tebis Consulting-Team die künftigen Anforderungen für die Branche ableitet. Die Studie will vor allem Orientierungshilfe geben: Neben der Darstellung der wichtigsten Blocker und Risikofaktoren geht es darum, kurz- und mittelfristige Wege aus der Krise aufzuzeigen. Im exklusiven Interview mit der Form+Werkzeug berichtet Jens Lüdtke, Leiter von Tebis Consulting, welche Antworten für ihn ein „Aha-Moment“ waren.

Chancen, Wettbewerber, Maschinenlaufzeiten: Auszüge aus der Umfrage

  • © Tebis Consulting

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  • Das Berater-Team von Tebis Consulting: Jens Lüdtke und Burak Beklenoglu (v.l. stehend) sowie Tiago Ferreira, Markus Rausch, Julian Odeh und Tomek Kawala (v.l. sitzend). © Tebis Consulting

    Das Berater-Team von Tebis Consulting: Jens Lüdtke und Burak Beklenoglu (v.l. stehend) sowie Tiago Ferreira, Markus Rausch, Julian Odeh und Tomek Kawala (v.l. sitzend). © Tebis Consulting

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Interview mit Jens Lüdtke

Wir wird die aktuelle Marktlage bewertet?

Jens Lüdtke © Tebis Consulting

Jens Lüdtke © Tebis Consulting

Fast 70 % der Geschäftsführer, die an unserer Befragung teilgenommen haben, sehen die Lage kritischer im Vergleich zu den Krisen 2001 und 2009 – aber immerhin 23 % sehen mehr Chancen.

Welche Chancen bieten sich?

Über 85 % der befragten Geschäftsführer geben an, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt sei, um Veränderungen und Optimierungen voranzutreiben. Die Unternehmen sind aufgrund von Corona ohnehin gezwungen, ihre Organisationsstrukturen anzupassen. Eine chaotische Situation ist der Nährboden für grundlegende und nachhaltige Veränderungen. Und das haben wir gerade.

Ist das dann Krisenmanagement oder von Dauer?

56 % der Befragten, gehen davon aus, dass diese Veränderung dauerhaft sein wird. Wir hören in Kundengesprächen eine große Bereitschaft heraus, in der momentanen Situation an sich zu arbeiten und vor allem auch die Prozesse auf den Prüfstand zu stellen.

Wie kritisch ist die momentane Lage für die Betriebe?

Wir erwarten eine deutliche Marktbereinigung – eine Annahme, die übrigens knapp 70 % der Befragten mit uns teilen – dann wird auch die entsprechende wirtschaftliche Dringlichkeit deutlich. Wir können nur dazu raten, Veränderungen zwar zügig, aber nicht kopflos, sondern strukturiert anzugehen.

Wird sich die Marktlage nachhaltig verändern?

56 % der Befragten sind der Meinung, dass sich die Vergabekriterien von Aufträgen und Projekten ändern werden. Als positiv wird dabei von 25 % der Befragten die Vermutung bewertet, dass künftig wieder verstärkt Aufträge in Deutschland vergeben werden.

Gab es bei den Umfrage-Ergebnissen einen Aha-Moment für Dich?

Ja, einige. Auf die Frage, aus welchen Ländern die Hauptkonkurrenten kommen, landete direkt nach China (mit 91%, das war zu erwarten) mit 62 % Italien. Gefolgt von Portugal und Slowenien. Eine Wettbewerbsstrategie sieht für den europäischen Wettbewerb aber komplett anders aus als für den asiatischen Raum. Da dieses Thema als sehr dringlich eingestuft wird, haben wir entschieden, eine Initiative zu starten, z.B. einen Arbeitskreis. Wir freuen uns über alle Unternehmen, die sich daran beteiligen wollen.

Welche Aspekte waren außerdem neu?

Generell wurde von zahlreichen Befragten beklagt, dass eine partnerschaftliche Zusammenarbeit branchenweit mittlerweile fast eine Ausnahme darstellt. Konkret gaben 79 % an, dass ihrer Erfahrung nach Aufträgen vornehmlich auf Basis des Preises vergeben werden. Kundennähe und Service-Orientiertheit würden von den Auftraggebern dagegen als nahezu irrelevant wahrgenommen.

Wie ist die Bereitschaft zur Veränderung in der Branche?

Viele Geschäftsführer machen sich Gedanken zur Zukunftsfähigkeit und arbeiten daran, bestehende Strukturen zu überprüfen oder sich neu zu positionieren. Aber leider ist es nach wie vor eine Minderheit, die konsequent am Wandel arbeitet… und sich Hilfe sucht.

Sicher steht in einem so schwierigen Jahr auch immer im Raum, dass ein Berater Geld kostet…

Das ist richtig. Allerdings gibt es auch eine Reihe von Fördermöglichkeiten von staatlicher Seite. Leider sind die Regeln dafür in jedem Land unterschiedlich.

Wegweiser für Tipps aus der Krise

  • Klarheit über die künftige strategische Ausrichtung gewinnen – Hinterfragen und gegebenenfalls die eigene Unternehmensstrategie anpassen,
  • Kenntnis über die eigenen Stärken und Schwächen – Sortieren der Optimierungsansätze,
  • Erarbeitung eines (neuen) Sollprozesses: Wie und für wen will das Unternehmen in Zukunft arbeiten, wie soll es sich auf die künftigen Marktanforderungen einstellen,
  • Erarbeitung eines konkreten Maßnahmenplans für eine machbare und zielorientierte Umsetzung,
  • Konsequente Umsetzung des erarbeiteten Maßnahmenplans.

Unternehmen, die diesen Vorschlagsplan zusammen mit Tebis Consulting umsetzen, beginnen oft mit einem Workshop zur Analyse der unternehmerischen Strategie mit Blick auf die Marktanforderungen oder einer Analyse der Wertschöpfungskette.
Ausführliche Informationen bietet die Homepage von Tebis Consulting.

zusätzliche Links

Tebis Consulting
Hier geht’s zum kostenfreien Download der Studie
Interessenten am Arbeitskreis „Wettbewerbsstrategie Europa“ wenden sich bitte an jens.luedtke <AT> tebis.com

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