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Erweiterung der Wechselkopffräser-Familie ›Conefit‹

Clevere Köpfe für komplexe Konturen



Flexibilität beim VHM-Fräsen
Flexibilität beim VHM-Fräsen: Für das modulare Fräsersystem von Walter Prototyp mit Conefit-Schnittstelle stehen zahlreiche Wechselfräsköpfe und unterschiedliche Halterlängen zur Verfügung.


Ein umfassendes Fräserprogramm für jede Bearbeitungsaufgabe bietet der Tübinger Werkzeugspezialist Walter. So lassen sich beispielsweise mit dem modularen Vollhartmetall-Frässystem ›Conefit‹ sämtliche Konturen schruppen und schlichten sowie die unterschiedlichsten Formen bearbeiten. Der Hersteller entwickelt das System kontinuierlich weiter und ergänzt es beispielsweise um Monoblockhalter und zusätzliche Eckenradien.

Aufgrund von Bearbeitungen mit Zähnezahlen von z=4 und mehr und der Herstellung anspruchsvoller Konturen steigt die Nachfrage nach Vollhartmetall-Werkzeugen stetig an. Je größer ihr Durchmesser ist, desto höher sind auch die Werkzeugkosten. Außerdem befindet sich der überwiegende Teil des teuren Materials als Schaft in der Maschinenspindel – und leistet somit keinen Beitrag zum Zerspanungsprozess. Als Lösung hierfür hat Walter speziell für diesen Werkzeugtyp mit ›Conefit‹ von Walter Prototyp nun eine modulare Schnittstelle entwickelt.


Conefit-Schnittstelle
Die Conefit-Schnittstelle besteht aus einem Spezial-Kegelgewinde und einer Plananlage für den Wechselfräskopf.






Modularer Aufbau für größtmögliche Flexibilität



»Unser Ziel war es, ein modulares System zu entwickeln, das neue Maßstäbe in Sachen Prozesssicherheit setzt. Gleichzeitig sollte es eine kostengünstige Alternative zu einteiligen Werkzeugen sein, da modulare Fräsköpfe im Durchschnitt um ein Drittel preiswerter sind als traditionelle VHM-Schaftfräser«, erläutert Michael Fink, Leiter Produktmanagement bei Walter in Tübingen. Als Werkzeugkonzept kombiniert Conefit einen teuren VHM-Wechselfräskopf mit einem Halter aus kostengünstigerem Material. Die kegelförmige Aufnahme besteht aus einem Präzisionskonus mit patentiertem, selbstzentrierendem Spezialgewinde. Bei dem Gewinde selbst handelt es sich um eine Verknüpfung aus Trapez- und Sägegewinde. Der Konus sorgt für maximale Wechselgenauigkeit sowie einen exakten Rundlauf. Die axiale Plananlage sorgt für optimale Steifigkeit der Verbindung. Der großflächige Kegel-Plan-Kontakt zwischen Fräskopf und Schaft macht die Übertragung von maximalen Drehmomenten möglich. Der Durchmesserbereich beläuft sich von 10 bis 25 mm bzw. 3/8“ bis 1“. Das Werkzeugsystem ist universell, lässt sich flexibel für jeden Bearbeitungsfall einsetzen und reduziert Lagerkosten. Anwendungen finden sich im Bereich der ISO-Werkstoffgruppen P, M, K, N und S.

Zwar bezieht sich das Wechselkopfsystem nicht auf gehärteten Werkzeugstahl, jedoch bietet die Bearbeitung von ungehärteten Formteilen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Anpassbare Halterlängen erlauben unterschiedliche Auskragungen, um etwa tiefe Kavitäten zu erreichen.


Michael Fink, Produktmanagement-Leiter bei Walter
»Wir halten die Conefit-Schnittstelle dank kegeligem Präzisionsgewinde, Zentrierkonus und Plananlage für die stabilste Verbindung ihrer Art auf dem Werkzeugmarkt«, sagt Michael Fink, Produktmanagement-Leiter bei Walter.


Seit seiner Einführung baut Walter das Werkzeugsystem immer weiter aus. In der Zwischenzeit sind zahlreiche Schrupp-, Schlicht-, Profil- und 3D-Konturfräser aus dem VHM-Schaftfräserprogramm auch als Conefit-Ausführung verfügbar. Bei der Entwicklung des modularen Systems hielt sich der Werkzeughersteller an ein bereits am Markt erprobtes Vorbild aus dem eigenen Haus: Die ›Screwfit‹-Schnittstelle der Wendeplattenfräser. Auch hier sorgen ein geschliffener Konus und eine Plananlage für Präzision und Stabilität.



Zahlreiche Neuzugänge und Erweiterungen



Seit der Markteinführung im Jahr 2009 baut Walter das VHM-Wechselkopf-Fräsersystem mit Conefit-Schnittstelle kontinuierlich aus. Noch mehr Abmessungen, zusätzliche Eckenradien und eine größere Auswahl bei den Zähnezahlen erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Als eine Option mit möglichst wenigen Verbindungsstellen bieten beispielsweise neue Monoblockhalter innerhalb des Systems dem Anwender noch mehr Performance. Da sie mit dem speziellen Conefit-Gewinde versehen sind, entfällt die sonst übliche Trennstelle zwischen dem modularen Werkzeugschaft und der Spannzange, und die Halter passen direkt in die Maschinenspindel.

Mit maximal 2 x D ist die Ausspannlänge der Fräser dabei sehr kurz, was dem Gesamtsystem aus Werkzeug und Einspannung eine hohe Stabilität verleiht. Um möglichst viele Anwendungsfälle abzudecken, sind die Monoblockhalter in verschiedenen Ausführungen für die gängigsten Maschinenspindeln auf den Markt. Die Spannoption empfiehlt sich für Anwendungsfälle ohne Störkanten.


Monoblockhalter
Monoblockhalter für Conefit-Fräser mit HSK-63A-Anschluss.




Da die Conefit-Fräsköpfe in Bezug auf ihren Makro- und Mikrogeometrien auf den VHM-Schaftfräsern von Walter Prototyp basieren, kann der Hersteller für Programmerweiterungen auf bekannte Technik zurückgreifen. Zahlreiche Fräser aus der Prototyp-Reihe ›Harte Jungs‹ sind nun auch als Wechselkopf-Varianten verfügbar. Um noch mehr Anwenderbedürfnisse abzudecken, sind zahlreiche neue Durchmesser im Angebot. Zudem zielt ein neuer Dreischneider mit großen Spanräumen auf die Aluminiumbearbeitung.

Eine der Erweiterungen betrifft die Kugelfräser: Walter stellt der bislang verfügbaren vierschneidigen Variante eine weitere mit zwei Schneiden zur Seite. Ziel ist es, noch mehr Bearbeitungsmöglichkeiten in Anwendungsbereichen mit komplizierten Konturen zu bieten.



Zweischneidiger Kugelfräser
Neben dem vierschneidigen Kugelfräser hat Walter nun auch eine zweischneidige Variante (Bild) im modularen Conefit-Programm.






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